Lkw-Branche kritisiert EuGH-Urteil zu Ruhezeiten: Brauchen Parkplätze

Luxemburg/Wien (APA) - Lkw-Fahrer dürfen ihre regelmäßige lange wöchentliche Ruhezeit nicht im Fahrzeug verbringen, urteilte am Mittwoch der Europäische Gerichtshof (EuGH). Bei der heimischen Lkw-Branche sorgt das für Kopfschütteln, denn in der Realität hätten die Lenker keine andere Möglichkeit als in der Kabine zu übernachten, weil sie ihr Fahrzeug nicht verlassen dürften.

"Nach wie vor fehlt eine flächendeckende Infrastruktur, also Stellplätze in ausreichender Zahl, die adäquat gesichert sind. Es ist widersinnig, Strafen zu manifestieren, wo Alternativen fehlen", so Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer (WKÖ), am Donnerstag in einer Aussendung. Obwohl die Lkw-Branche allein in Österreich jährlich 1,3 Mrd. Euro für die Autobahnbenutzung zahle, gebe es viel zu wenig sichere Abstellplätze, warme und saubere Sanitäreinrichtungen sowie Aufenthaltsmöglichkeiten für die Fahrer. Die Politik müsse rasch handeln.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder