Lkw-Branche kritisiert EuGH-Urteil zu Ruhezeiten: Brauchen Parkplätze

Luxemburg/Wien (APA) - Lkw-Fahrer dürfen ihre regelmäßige lange wöchentliche Ruhezeit nicht im Fahrzeug verbringen, urteilte am Mittwoch der Europäische Gerichtshof (EuGH). Bei der heimischen Lkw-Branche sorgt das für Kopfschütteln, denn in der Realität hätten die Lenker keine andere Möglichkeit als in der Kabine zu übernachten, weil sie ihr Fahrzeug nicht verlassen dürften.

"Nach wie vor fehlt eine flächendeckende Infrastruktur, also Stellplätze in ausreichender Zahl, die adäquat gesichert sind. Es ist widersinnig, Strafen zu manifestieren, wo Alternativen fehlen", so Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer (WKÖ), am Donnerstag in einer Aussendung. Obwohl die Lkw-Branche allein in Österreich jährlich 1,3 Mrd. Euro für die Autobahnbenutzung zahle, gebe es viel zu wenig sichere Abstellplätze, warme und saubere Sanitäreinrichtungen sowie Aufenthaltsmöglichkeiten für die Fahrer. Die Politik müsse rasch handeln.

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