Listerien-Quargel: Verdächtiger Käse wurde irrtümlich entsorgt

(APA) - Der Prozess rund um den Listerien-Quargel ist am Mittwoch im Grazer Straflandesgericht fortgesetzt worden. Als Zeugin wurde die Tante jenes Mannes gehört, der seit dem Genuss des kontaminierten Käses im Rollstuhl sitzt. Sie schilderte, dass die Familie auf Geheiß eines unbekannten Anrufers alle angebrochenen Lebensmittel weggeworfen hatte. Eine Beweissicherung war dadurch nicht mehr möglich.

Die fünf Angeklagten sowie die Firma Prolactal müssen sich wegen schwerer Körperverletzung verantworten. Eines der mutmaßlichen Opfer fiel Anfang 2010 ins Koma, nachdem es den Käse gegessen haben will. Seitdem sitzt der Arzt im Rollstuhl und kann nur schwer sprechen. Er wohnt bei seinen Eltern, die sich mit 87 bzw. 90 Jahren nun um den Sohn kümmern müssen. Die Tante des Mannes schilderte, wie die Familie zwei Tage nachdem der Mann ins Koma gefallen war einen Anruf bekommen habe: "Jemand hat gesagt, wir sollen alles aus dem Kühlschrank, das nicht originalverpackt ist, wegwerfen." Die Angehörigen taten das auch - und vernichteten damit vermutlich wichtige Beweise, die so nicht mehr sichergestellt werden konnten.

Am Wort war vor Gericht auch nochmals der Sachverständige Rudolf Bliem, der erneut erklärte, es seien etliche Chargen des Quargels in den Verkauf gekommen, die gesperrt bzw. rückgeholt hätten werden müssen. Besonders zwei Chargen Ende 2009 seien "hochbelastet" gewesen, so der Gutachter. Eine davon dürfte dem Arzt zum Verhängnis geworden sein, er soll kurz nach Weihnachten von dem verseuchten Käse gegessen haben.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt, dann sind zwei medizinische Sachverständige am Wort. Ein Urteil ist für Freitag (19.9.) angekündigt.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne