Linzer Forscher recyceln Carbonfasern für den Autobau

Linz (APA) - Stark belastete Bauteile in Autos und Flugzeugen werden immer öfter aus faserverstärkten Kunststoffen gefertigt. Forscher der Universität Linz wollen gemeinsam mit Projektpartnern aus der Industrie einen Schritt weiter gehen und dafür recycelte Carbonfasern einsetzen. Auf der derzeit laufenden Fachmesse für Verbundwerkstoffe "Composites Europe" in Stuttgart stellen sie ihre neue Methode vor.

Sogenannte Strukturbauteile, also Komponenten in Maschinen und Fahrzeugen, die hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind, werden üblicherweise aus Metall gefertigt. Damit lässt sich zwar die nötige Stabilität erreichen, gleichzeitig ist das Material aber schwer und aufwendig zu verarbeiten. Bestrebungen, Fahrzeugkomponenten leichter zu machen, haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass immer mehr solcher Bauteile aus Verbundwerkstoffen hergestellt werden.

Vielfach kommen dafür mit Carbonfasern verstärkte Kunststoffe zum Einsatz. Gängige Verfahren, die bereits in der Automobilindustrie angekommen sind, bestehen darin, Gewebe aus Fasern unter hohem Druck und Hitze mit Harz zu einem starren Bauteil zu verarbeiten. "Diese Art von Verbundmaterial ist allerdings ziemlich aufwendig in der Herstellung", erklärt einer der beteiligten Forscher, Philipp Stelzer vom Institut für Polymer Product Engineering der Uni Linz, gegenüber der APA. "Die Fasern müssen gründlich in die Pressform gelegt werden und es kann mehrere Stunden bis Tage dauern, bis so ein Bauteil fertig ist."

Um den Prozess günstiger und schneller zu machen, wird deshalb versucht, kurze, ungeordnete Faserschnipsel anstelle der kontinuierlichen, zu einem Gewebe geordneten Fasern zu verwenden. "Dieser Prozess ist gerade im Kommen", so Stelzer. "Industriell breit angewendet wird er allerdings noch nicht." Die Linzer Forscher wollen aber ohnehin noch einen Schritt weiter gehen und anstelle neuer Faserschnipsel recycelte Fasern verwenden. Diese werden zur Zeit für Versuchszwecke vor allem aus Abfall aus der Luftfahrt gewonnen.

"Natürlich ist die Qualität der recycelten Fasern per se schlechter", so Stelzer. "Die Herausforderung besteht also vor allem darin, Bauteile so zu konzipieren, dass sie dennoch die hohen Anforderungen erfüllen." Dabei geht es neben dem Design der Bauteile etwa auch um die Frage, in welchem Verhältnis recycelte und neue Materialien gemischt werden können und wie trotz der schlecht definierten Eigenschaften des Grundmaterials eine gleichbleibende Qualität erreicht werden kann. Im Labor haben die Forscher bereits etliche Versuchsbauteile hergestellt und getestet und dabei vielversprechende Ergebnisse erzielt, wie Stelzer betonte.

(S E R V I C E - www.composites-europe.com)

Dornbirn/Jennersdorf (APA) - Der Leuchtenhersteller Zumtobel schließt die Produktion seiner Komponententochter Tridonic in Jennersdorf im Burgenland. Mit der Reduktion des Personalstands werde ab März 2019 begonnen, bis November 2019 werden rund 90 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, teilte das Unternehmen Dienstagnachmittag mit.
 

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Zumtobel schließt Produktion in Jennersdorf: 90 Mitarbeiter betroffen

Frankfurt (APA/awp/sda/Reuters) - Die EZB-Aufsicht will Banken wegen Geldwäsche stärker unter die Lupe nehmen. Unter anderem werde ein Anti-Geldwäsche-Büro errichtet, kündigte die oberste EZB-Bankenaufseherin, Daniele Nouy, am Dienstag im Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments an.
 

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EZB plant stärkere Koordinierung im Kampf gegen Geldwäsche

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der deutsche Energiekonzern Steag will vom Versorger RWE die Mehrheitsbeteiligung an dem gemeinsamen Steinkohlekraftwerk Bergkamen übernehmen. Steag habe eine Option dazu gezogen und die Pläne beim Bundeskartellamt angemeldet, bestätigte der Konzern am Dienstag.
 

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Steag will von RWE Mehrheit an gemeinsamen Kohlekraftwerk übernehmen