Lieferprobleme belasteten Kosmetikfirma Coty

Washington (APA/Reuters) - Dem zum Imperium der deutschen Milliardärsfamilie Reimann gehörenden US-Kosmetikkonzern Coty machen Lieferschwierigkeiten zu schaffen. Weil in Brasilien Lastwagenfahrer streikten, konnten Händler nicht ausreichend mit Waren versorgt werden, teilte der Kosmetikriese am Dienstag mit.

Dies wirke sich vor allem auf die Konsumsparte mit Marken wie Max Factor, CoverGirl und Rimmel aus, sagte Unternehmenschef Camillo Pane. Die Folgen würden besonders im laufenden Quartal spürbar, für das der Konzern beim bereinigten Betriebsergebnis einen Rückgang im niedrigen zweistelligen Bereich erwartet.

Bereits im Ende Juni abgelaufenen vierten Quartal des Geschäftsjahres verpasste Coty mit einem Umsatzplus von unter drei Prozent auf 2,3 Mrd. Dollar (2 Mrd. Euro) die Erwartungen der Analysten. Der Nettoverlust verringerte sich in den vergangenen drei Monaten von zuvor knapp 305 Mio. auf rund 181 Mio. Dollar. Die Aktien des in New York notierten Unternehmens gaben vorbörslich um rund sieben Prozent nach.

Coty teilte am Dienstag zugleich mit, dass Finanzchef Patrice de Talhouet das Unternehmen verlasse. Übergangsweise soll dessen Aufgabe nun Vizepräsident Ayesha Zafar wahrnehmen. Coty verdaut immer noch den Kauf von mehr als 40 Schönheitspflegemarken, die der Konzern 2015 für 12,5 Mrd. Dollar von dem US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble übernommen hatte.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"