Liechtensteiner Fürstenbank 2015 mit fast einem Drittel mehr Gewinn

Die Liechtensteiner LGT hat im Geschäftsjahr 2015 weiter zugelegt. Die Bank der Fürstenfamilie erhöhte den Konzerngewinn um 28 Prozent auf 211 Mio. Franken (192,5 Mio. Euro). Zudem floss der Vermögensverwalterin Neugeld in der Höhe von mehreren Milliarden Franken zu.

Die Bruttoeinnahmen steigerte das größte Liechtensteiner Geldinstitut um 14 Prozent auf 1,15 Mrd. Franken. Mehr als im Jahr zuvor verdiente die LGT sowohl im Zinsgeschäft als auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie im Handelsgeschäft. In allen Sektoren weist die LGT zweistellige prozentuale Wachstumsraten auf.

Die Mehrerträge sowie die moderate Zunahme der Kosten trugen laut Bankangaben zum guten Ergebnis bei. Der Geschäftsaufwand kletterte um 8 Prozent auf 819 Mio. Franken, wie die LGT am Donnerstag mitteilte.

Die LGT erwirtschaftete einen Nettozufluss an Neugeldern in Höhe von 8,8 Mrd. Franken und übertraf den Vorjahreswert mit einem Wachstum von 7 Prozent. Die Fürstenbank holte seit Anfang 2011 rund 40 Mrd. Franken netto an Neugeldern herein. In der gleichen Zeit erhöhte sich das von der Gruppe verwaltete Vermögen von 86 auf aktuell 132 Mrd. Franken.

Die LGT übernahm unlängst eine Mehrheitsbeteiligung von 75 Prozent an der Vestra Wealth LLP. Dabei handelt es sich um ein Vermögensverwaltungsunternehmen mit Sitz in London, das Vermögenswerte in der Höhe von 5,6 Mrd. britischen Pfund (7,1 Mrd. Euro) betreut.

Mit diesem Schritt gewinnt die Liechtensteiner Bank eigenen Angaben zufolge nicht nur Zugang zu Kunden in Großbritannien, sondern profitiert auch von Londons bedeutender Position "als Hub für Kunden aus anderen Ländern". Die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung muss noch von der britischen Aufsichtsbehörde FCA genehmigt werden.

Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr ist die LGT optimistisch. Laut dem Liechtensteiner Prinzen Max, CEO der LGT, sind das Wachstum und das gute Ergebnis für 2015 das Resultat der langfristig verfolgten internationalen Wachstumsstrategie. Die Bank wolle auf diesem Weg fortfahren.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma