Liechtensteiner Banken bereiten sich auf Informationsaustausch vor

Vaduz (APA/sda) - Die Liechtensteiner Banken bereiten sich und ihre Kunden auf den künftigen Automatischen Informationsaustausch vor. Die Geldhäuser erließen eine erweiterte Richtlinie zur Steuerkonformität, die Anfang Februar in Kraft tritt und bis April bei den Banken umgesetzt werden muss.

Wie der Liechtensteinische Bankenverband am Freitag mitteilte, hält die neue Richtlinie im Grundsatz fest, dass es Aufgabe der Kunden selber ist, den Steuerpflichten nachzukommen. Neu verpflichten sich die Banken aber zu strengeren Sorgfaltspflichten.

Das bedeutet, dass die Geldinstitute ihre Kundschaft überprüfen und sich deren Steuerkonformität allenfalls bestätigen lassen. Die Banken würden ihre Kunden bei Bedarf weiterhin darin unterstützen, "die Steuerkonformität innerhalb nützlicher Frist herzustellen", hieß es.

Angepasst wurden ebenfalls die Vorschriften für Barauszahlungen. Barausgänge, die der Auflösung einer Geschäftsbeziehung dienten wie auch solche, die einer Saldierung gleichkämen, seien nicht mehr zulässig. Die Banken können ein Bagatell-Limit festlegen, das Abweichungen bestimmt.

Festgehalten wird an der Regelung, wonach Barausgänge über 100.000 Franken (100.573 Euro) nur unter bestimmten Bedingungen zugelassen werden. Beim Bezug solcher Beträge muss laut Angaben des Bankenverbandes plausibel sein, dass kein Steuerdelikt begangen oder fortgeführt wird.

Darüber hinaus wollen die Geldinstitute verhindern, dass Geschäftsbeziehungen dem Anwendungsbereich des Automatischen Informationsaustausches entzogen werden.

Die angepasste Richtlinie sei eine Konsequenz und Fortführung der seit längerem von den Banken gelebten "Steuerkonformitätsstrategie", wird Simon Tribelhorn, Geschäftsführer des Bankenverbandes, in der Mitteilung zitiert. "Die Banken bereiten sich und ihre Kunden damit auf den künftigen Automatischen Informationsaustausch vor", sagte Tribelhorn weiter.

Liechtenstein hat sich im November 2013 zum Automatischen Informationsaustausch von Steuerinformationen bekannt. Die einstige Steueroase will sich an der Entwicklung eines internationalen Standards beteiligen.

Außerdem erklärte sich das Fürstentum zu bilateralen Verhandlungen über den Informationsaustausch bereit. Interesse an Verhandlungen besteht vor allem mit den fünf größten EU-Ländern Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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