Liebherr: Vorwürfe wegen Schmiergeldzahlungen in Südafrika

Zürich (APA/sda) - Dem Schweizer Baumaschinen- und Kühlgeräte-Hersteller Liebherr werden in Südafrika Schmiergeldzahlungen vorgeworfen. Bei Liebherr läuft deswegen eine interne Untersuchung, wie ein Liebherr-Sprecher am Mittwoch einen Bericht der "Handelszeitung" bestätigte. Der Baumaschinen-Hersteller soll Schmiergelder an Staatsfirmen und Personen aus deren Umfeld bezahlt haben, um an Aufträge zu kommen.

Die Vorwürfe erhoben hatten investigative Journalisten in Südafrika, die über die sogenannten Gupta-Leaks recherchieren. Laut dem Liebherr-Sprecher ist die interne Untersuchung zu den Geschäftsbeziehungen zwischen der betroffenen Liebherr Container Cranes Limited mit Sitz im irischen Killarney und der Gupta-Firma Accurate Investments Limited noch nicht vollständig abgeschlossen.

Die Gupta-Leaks sind hunderttausende Emails und Bankunterlagen der indischstämmigen Unternehmerfamilie Gupta. Sie wurden bereits im Juni bekannt und sollen beweisen, dass die Guptas zusammen mit dem befreundeten südafrikanischen Staatspräsidenten Jacob Zuma die Steuerzahler um Milliarden betrogen haben.

Liebherr, so die Journalisten, soll der Gupta-Firma unter anderem 2013 und 2014 rund 100 Millionen Rand (6,5 Mio. Euro) bezahlt haben, damit die staatliche Eisenbahn Transnet ihr Aufträge für die Lieferung von Kränen in Südafrikas Häfen überträgt. Dies schreiben die Investigativjournalisten auf ihrer Website Amabhugane.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

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Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

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Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland

Berlin/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook will Falschmeldungen auf seiner Plattform weiter erschweren. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern werde bis Jahresende von derzeit 14 auf weitere Länder ausgedehnt, kündigte das weltgrößte soziale Netzwerk am Donnerstag an. Zudem fänden in nunmehr vier Ländern Tests zur Überprüfung von Fotos und Videos statt.
 

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Facebook will schärfer gegen Falschmeldungen vorgehen