Lenzings Sparpaket zeigt Wirkung: kräftiger Gewinnsprung

Lenzing - Der börsennotierte Faserhersteller Lenzing hat 2015 einen deutlichen Gewinn eingefahren. Der Jahresüberschuss lag dank Sparpaket und Umsatzwachstum bei 124 Mio. Euro nach minus 14,2 Mio. Euro im Jahr 2014. Die Dividende soll nun auf zwei Euro je Aktie verdoppelt werden.

Lenzing hat zwischen Ende 2012 und Ende 2015 im Rahmen eines Sparpakets rund 900 Mitarbeiter abgebaut. Per Jahresende 2015 beschäftigte das Unternehmen noch 6.127 Mitarbeiter.

Der Umsatz des Faserherstellers stieg im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 1,98 Mrd. Euro. Der Anteil der Spezialfasern erhöhte sich auf 40,5 Prozent des Konzernumsatzes. Man habe das Unternehmen "strategisch neu ausgerichtet, die Ertrags- und Kostenstruktur verbessert und die Finanzkraft gesteigert", kommentierte Lenzing-Vorstandsvorsitzender Stefan Doboczky am Mittwoch in einer Ad-hoc-Aussendung die aktuellen Bilanzzahlen. "Vorausgesetzt die Rahmenbedingungen ändern sich nicht signifikant, erwarten wir auch für 2016 eine deutliche Ergebnisverbesserung." Die hohen Baumwolllagerbestände und die niedrigen Polyesterfaserpreise würden den Preiswettbewerb verstärken.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma