Lenzing im 1. Halbjahr mit Umsatz- und Gewinneinbruch

Wien/Lenzing (APA) - Der börsennotierte oberösterreichische Faserhersteller Lenzing hat im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient als in der ersten Jahreshälfte 2017. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging um 37 Prozent auf 128,7 Mio. Euro zurück, das Periodenergebnis lag mit 91,3 Mio. Euro um 39,3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 150,3 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab.

Der Umsatzrückgang um 6,4 Prozent auf 1,075 Mrd. Euro wird vor allem mit Währungseffekten begründet. Darüber hinaus hätten sich starke Preisschwankungen bei Standardviscose und Preissteigerungen bei Schlüsselrohstoffen ungünstig ausgewirkt.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sei insbesondere aufgrund der Preissteigerungen bei Schlüsselrohstoffen und gestiegener Energiepreise um 28,1 Prozent auf 194,8 Mio. Euro zurückgegangen. Die EBITDA-Marge sank von 23,6 Prozent im ersten Halbjahr 2017 auf 18,1 Prozent im ersten Halbjahr 2018. Die EBIT-Marge sank auf 12 Prozent (1. Halbjahr 2017: 17,8 Prozent). Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 3,44 Euro (1. Halbjahr 2017: 5,55 Euro).

Die Investitionen wurden im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 60,8 Prozent auf 117,2 Mio. Euro erhöht, vor allem für Kapazitätserweiterungen im burgenländischen Heiligenkreuz und in Mobile, Alabama (USA), sowie den Ausbau des bestehenden Faserzellstoffwerks in Lenzing.

Auch für das zweite Halbjahr 2018 rechnet die Lenzing-Gruppe mit schwierigen Marktbedingungen. Neben dem Preisdruck auf Standardviscose befänden sich die Preise einiger Schlüsselrohstoffe wie der Natronlauge weiter auf sehr hohem Niveau und die Währungskurse seien weiterhin volatil. Das Spezialfasergeschäft werde sich wahrscheinlich weiterhin sehr positiv entwickeln. Mit der bisherigen Ergebnisentwicklung sei man durchaus zufrieden, aber das Ergebnis werde im Gesamtjahr unter den hervorragenden letzten zwei Jahren liegen, wird bekräftigt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte