Lenzing-HV beschließt Dividende von 1 Euro/Aktie und AR-Änderungen

Lenzing - Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing wird nach einem Verlustjahr seinen Aktionären für 2014 weniger Dividende zahlen als für 2013. Die Hauptversammlung des börsenotierten Unternehmens beschloss heute, Mittwoch, wie angekündigt eine Gewinnausschüttung von 1 Euro je Aktie, nach 1,75 Euro/Aktie im Jahr davor und 2,50 Euro/Aktie für 2012.

Darüber hinaus wurde eine Personaländerung im Aufsichtsrat beschlossen: Felix Strohbichler, künftiger Geschäftsführer der B&C Industrieholding, wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. Die Mandate von Helmut Bernkopf, Josef Krenner, Astrid Skala-Kuhmann und Veit Sorger wurden um jeweils eine weitere Periode bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2019 verlängert, teilte das Unternehmen am Mittwoch ad hoc mit.

Der Lenzing-Aufsichtsrat setzt sich nun aus Hanno Bästlein, Felix Strohbichler, Helmut Bernkopf, Franz Gasselsberger, Josef Krenner, Patrick Prügger, Astrid Skala-Kuhmann und Veit Sorger zusammen. Michael Junghans, bisheriger Vorsitzender des Aufsichtsrats, legte mit Beendigung der heutigen Hauptversammlung sein Aufsichtsratsmandat zurück.

In der an die Hauptversammlung anschließenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden Hanno Bästlein zum neuen Vorsitzenden, Felix Strohbichler und Veit Sorger zu Stellvertretern des Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Lenzing hat 2014 einen Jahresverlust von 14,2 Mio. Euro erlitten. 2013 war noch ein Gewinn von 30,6 Mio. Euro geschrieben worden. Bisher reduzierte das Unternehmen konzernweit rund 650 Vollzeit-Arbeitsplätze, davon 123 im Jahr 2013.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma