Leitl übergibt am 18. Mai Chefsessel in der WKÖ an Mahrer

Wien (APA) - Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl übergibt seine Funktion am 18. Mai an seinen designierten Nachfolger Harald Mahrer (beide ÖVP), der bereits seit Dezember 2017 Präsident des ÖVP-Wirtschaftsbundes ist. Es sei wie in einem Familienunternehmen eine friedliche Übergabe, so Leitl. Am 18. Mai soll dazu eine Sitzung des Wirtschaftsparlaments stattfinden.

Der Zeitpunkt sei richtig, weil es auch bei anderen Sozialpartnern (ÖGB, AK, Landwirtschaftskammer) gerade einen Generationswechsel gebe und auch die Regierung neu sei, so Leitl. Mahrer könne damit "die derzeit anstehenden wichtigen Standortreformen der Regierung für Österreichs Betriebe aktiv begleiten und mit den anderen Sozialpartnern eine neue Basis für eine moderne Zukunftspartnerschaft erarbeiten".

Er selber bleibe als Präsident der Europäischen Wirtschaftskammern (Eurochambres) aktiv, diese Tätigkeit sei "mehr als tagesfüllend". Aber sollte daneben auch etwas mehr Zeit zum Fischen bleiben, wäre er auch nicht traurig. Zentrale Themen reichten von Trump und dem Welthandel über die Russland-Sanktionen und den Aufschwung Asiens bis zu Entwicklungen in Afrika, die "Chance und Risiko zugleich" seien. Als nächstes habe er als Eurochambres-Präsident Reisen in die Türkei und nach Montenegro geplant.

Leitl will als Präsident der Europäischen Wirtschaftskammern auch "aktiv die EU-Präsidentschaft Österreichs im 2. Halbjahr 2018 und die EU-Parlamentswahlen 2019 begleiten", wie er in einer Aussendung schreibt. "Am wichtigsten ist mir aber das Ziel, Europa im globalen Wettbewerb wieder wettbewerbsfähiger zu machen."

Leitl war seit 2000 Präsident der Wirtschaftskammer, sein - drittes - Mandat wäre noch bis 2020 gelaufen. Von 1977 bis 1990 war der Oberösterreicher Geschäftsführer im Familienunternehmen Bauhütte Leitl-Werke mit 300 Beschäftigten. Von 1990 bis 1995 war er Abgeordneter zum oberösterreichischen Landtag und von 1995 bis 2000 Wirtschaftslandesrat seines Heimatbundeslandes. Von 1995 bis 2000 war er zudem Landeshauptmannstellvertreter. 1999 wurde er Präsident des ÖVP-Wirtschaftsbundes und als solcher im Jahr 2000 - nach gewonnener Kampfabstimmung - Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne