Leitl trägt den Appell für Globalisierung an Chinas Universitäten

Sanya - Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl kann es auch in Südchina nicht lassen, Studenten zur Internationalisierung und Weiterbildung anzuspornen. Hier fallen seine Appelle auf viele Ohren: Obwohl es ein strahlend sonniger Sonntagnachmittag ist, ist der Hörsaal der Uni Qiongzhou mit seinen 400 Plätzen überfüllt.

Egal ob die Studenten vergattert wurden oder aus Neugier da waren, sie sind jedenfalls voller Elan. Bei jeder Übersetzungspause Applaus, Leitl bricht eine Lanze für Sprachen und Weiterbildung, wirbt für Österreichs Fremdenverkehr. Mit ein Grund für die Einladung: Heute Vormittag hat die chinesische Uni im Beisein von Bundespräsident Heinz Fischer mit der IMC Fachhochschule Krems die Aufwertung ihres Bachelor-Kurses in Tourismuswirtschaft um ein Masterstudium unterschrieben.

Sanya ist Zentrum der auf Tourismus getrimmten subtropischen Insel Hainan und versteht sich als Fremdenverkehrsregion. Die Uni Qiongzhou, die rund 10.000 Studenten zählt, ist auch auf das Thema spezialisiert, bietet aber auch andere Bereiche bis hin zu den schönen Künsten an. Die Fragen an Leitl drehen sich dann auch zur Hälfte um Tourismus, teilweise sehr konkret: Welche Noten braucht man, um an der Sommerschule teilzunehmen? Wie kommt man zu einem Stipendium? Sanya ist auf Hochzeitsreisen spezialisiert, wie kann man da mit Österreich zusammenarbeiten? Aber Leitl soll sich auch zum Versagen des US-gesteuerten Kapitalmarktes äußern - was dieser gerne zu einer flammenden Rede gegen die Spekulation nutzt.

Das Interesse ist groß, die Sprachbarriere aber auch. Alles wird gedolmetscht - und gleich am Anfang kommt auch der Dolmetscher zu Ehren, die diesem Berufsstand häufig versagt bleiben. Als er zum ersten Mal das Wort ergreift, geht ein lautes Raunen durch den Saal, dann tosender Applaus. Hier hat man offenbar noch nie einen Europäer akzentfrei chinesisch reden gehört.

Die ganze Begeisterung reißt auch Leitl mit. Spontan verspricht er für zehn Studenten mit zumindest rudimentären Deutschkenntnissen Praktikaplätze. Im Saal scheint dafür maximal eine Person qualifiziert. Auch Englisch ist für die meisten eine Herausforderung.

Leitls Auftritt weckt auch das Interesse des lokalen Fernsehsenders. Was er zum Projekt "Seidenstraße" des Präsidenten Xi Jinping sagt, das derzeit die chinesische Außenbeziehungen bestimmt. "Brillant" sagt Leitl und erntet zufriedene Gesichter. Und erzählt unermüdlich vom österreichischen Fremdenverkehr.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

Newsticker

May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

Newsticker

Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

Newsticker

Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht