Uber-Chef für selbstfahrende LKW verlässt das Unternehmen

San Francisco (APA/AFP) - Der Leiter der Uber-Sparte für selbstfahrende Lastwagen verlässt laut einem Medienbericht den US-Fahrdienstleister. Nachdem er die Sparte Uber Freight seit Ende 2016 geleitet habe, gebe Lior Ron seinen Führungsposten in dem in San Francisco ansässigen Unternehmen auf, berichtete der Nachrichtensender CNBC am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf Rons Profil beim Karriere-Netzwerk LinkedIn.

Uber gab zunächst keine Stellungnahme dazu ab.

Ron war Anfang 2016 einer der Gründer des Start-ups Otto, das auf selbstfahrende Lastwagen spezialisiert ist. Neun Monate später kaufte Uber das Start-up, der Deal hatte einen Umfang von mehr als 500 Mio. Dollar (heute mehr als 403 Mio. Euro). Uber Freight kümmerte sich um die Lieferung von Gütern sowohl durch traditionelle als auch durch selbstfahrende Lastwagen.

Mitgegründet wurde Otto damals auch von dem Ingenieur Anthony Lewandowski, der wiederum im Zentrum einer Klage wegen mutmaßlichen Technologie-Diebstahls stand. Lewandowski soll zu seiner Zeit bei der Google-Schwester Waymo vertrauliche Daten zu selbstfahrenden Autos entwendet haben, anschließend gründete er Otto. Uber entließ den Ingenieur im vergangenen Jahr, Uber und Waymo einigten sich Anfang Februar außergerichtlich.

Die Selbstfahrversuche von Uber hatten jüngst einen herben Rückschlag erlitten. Am 18. März überfuhr ein Auto des US-Unternehmens in der Stadt Tempe im Bundesstaat Arizona eine 49-jährige Frau und verletzte sie tödlich. Daraufhin stoppte Arizona die Selbstfahrversuche von Uber.

Die Erlaubnis für Uber zum Einsatz seiner autonomen Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen werde ausgesetzt, teilte Gouverneur Doug Ducey am Montag mit. Grundsätzlich sind die rechtlichen Hürden für selbstfahrende Fahrzeuge in Arizona sehr niedrig, so dass dort viele Testfahrten stattfinden.

Uber selbst hatte nach dem Unfall den Betrieb seiner Roboterautos vorläufig auf Eis gelegt. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, "vollständig mit den örtlichen Behörden" zu kooperieren, um den Unfall aufzuklären.

Nach Einschätzung der Polizei wäre der Unfall auch in einem anderen Fahrmodus nur schwer zu vermeiden gewesen. Die Fußgängerin sei "aus dem Schatten direkt auf die Straße gekommen", sagte Polizeichefin Sylvia Moir laut einem Zeitungsbericht.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht