Leitbörsen in Fernost schließen mit Ausnahme China klar im Plus

Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch mit Ausnahme des chinesischen Aktienmarktes klar im Plus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio kletterte um 496,67 Zähler oder 2,88 Prozent auf 17.715,63 Punkte und verbuchte damit den ersten Gewinntag heuer. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 223,12 Zähler (plus 1,13 Prozent) auf 19.934,88 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor hingegen 73,26 Punkte oder 2,42 Prozent auf 2.949,60 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich klar positiven Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 24.854,11 Zählern mit plus 172,08 Punkten oder 0,70 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 59,4 Zähler oder 1,19 Prozent auf 5.041,60 Einheiten.

Hoffnungssignale aus der chinesischen Wirtschaft und positive Wall Street-Vorgaben haben die Anleger an vielen asiatischen Börsen aufatmen lassen. Neuesten Daten zufolge hat sich der in den vergangenen Monaten schwache Außenhandel des Landes zum Jahresende stabilisiert. "Die Chinesen scheinen die offiziellen Daten eher skeptisch zu sehen", begründete ein Analyst die erneuten Kursverluste in China. Er wies zudem darauf hin, dass trotz der verbesserten Daten die Sorgen um die chinesische Wirtschaft wohl kaum so schnell verschwinden dürften.

Zwar zweifelten die Anleger an der Verlässlichkeit der Daten, doch schürten die Zahlen Hoffnungen, dass sich die chinesische Konjunktur und damit auch der Welthandel heuer wieder stabilisieren, sagten Börsianer. "Die Daten unterstützen unsere Sicht, dass es trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten keine große Verschlechterung der chinesischen Wirtschaft gibt", erklärte ein Volkswirt.

In China waren die Exporte umgerechnet in Dollar um 1,4 Prozent gesunken und damit weitaus weniger stark als von Experten befürchtet. Zudem waren in den Monaten davor die Ausfuhren deutlich stärker gefallen. Diese Daten deuteten auf erste positive Effekte durch die jüngste Yuan-Schwäche hin, kommentierte ein Marktanalyst. Während sich die chinesische Konjunktur zwar abschwäche, könnte es doch weniger schlimm stehen als die Anleger zuletzt geglaubt hätten.

In der vergangenen Woche hatten schwache Konjunkturdaten aus China noch zu Panikverkäufen an den dortigen Börsen geführt. Die Turbulenzen hatten dann weltweit einen Einbruch der Aktienkurse ausgelöst.

Nach sechs Verlusttagen in Folge verwiesen Experten in Tokio auch auf eine technische Erholung bei den Aktienkursen. Unterstützend wurden auch positive Wall Street-Vorgaben gewertet. Die Aktien der Fluglinien profitierten von der beachtlichen Ölpreisschwäche. Japan Airlines gewannen fünf Prozent an Höhe.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne