Lehman-Banker planen zum Pleite-Jahrestag Treffen in London

London (APA/AFP) - Zehn Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers, die am 15. September 2008 die weltweiten Finanzmärkte erschütterte, wollen sich offenbar zahlreiche Ex-Mitarbeiter zu einem Treffen wiedervereinen - und stoßen damit in Großbritannien auf Kritik.

Der finanzpolitische Sprecher der oppositionellen Labour-Partei, John McDonnell, sprach von "widerlichen" Neuigkeiten, nachdem die Seite "Financial News" am Montag berichtet hatte, dass sich mehr als 200 ehemalige Banker in London zu Cocktails und Canapés treffen wollten.

In einer E-Mail an frühere "Lehmann Brothers & Sisters" heißt es demnach, dass es keinen besseren Weg gebe, den zehnten Jahrestag zu feiern, als "alle, von früheren Geschäftsführern bis zu Analysten, wieder zusammenzubringen". Eines der besten Dinge bei Lehman seien damals "die Leute" gewesen, heißt es dem Bericht zufolge in dem Schreiben weiter. Weitere Zusammenkünfte seien in New York und Hongkong geplant.

Die US-Investmentbank war 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zusammengebrochen. Wie viele Geldhäuser hatte die Bank in großem Stil mit auf faulen US-Immobilienkrediten basierenden Wertpapieren spekuliert.

Labour-Politiker McDonnell kritisierte das Treffen als "hochgradig unangemessen" und "widerlich", nachdem Menschen ein Jahrzehnt lang unter wirtschaftspolitischen Sparmaßnahmen als Folge der Finanzkrise hätten leiden müssen. Sein Parteifreund Alistair Darling, zum Zeitpunkt der Krise britischer Finanzminister, erklärte hingegen, dass es "lächerlich" wäre zu sagen, die Banker dürften sich nicht treffen. Viele der Ex-Lehman-Mitarbeiter seien "völlig unschuldig", sagte er. "Und ehrlich gesagt: Bei allen Problemen die wir heute haben, ist ein Haufen Leute, die ein Glas Wein zusammen trinken, das geringste davon."

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

Newsticker

Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

Newsticker

OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

Newsticker

Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018