Legendärer Passagiermaschine Boeing 747 droht das Produktionsende

Für die Boeing 747 ist das Produktionsende einen Schritt näher gerückt. Der US-Flugzeugbauer Boeing kündigte an, die Fertigung der 747-Modelle um die Hälfte zurückzufahren. Grund dafür sei ein empfindlicher Rückgang bei der Nachfrage für Frachtflugzeuge, dem zuletzt wichtigsten Einsatzbereich der Maschinen.

Durch die Einführung der Economy-Klasse 1969 hatte Boeing mit der 747 dem Markt für Passagierflüge einen erheblichen Wachstumsschub verschafft.

Der Einbruch auf dem Luftfracht-Markt habe die Nachfrage nach dem Modell 747-8 "gebremst", sagte am Donnerstag Ray Conner, Chef der zivilen Luftfahrtsparte des Unternehmens aus Chicago. Waren im vergangenen Jahr noch zwölf Exemplare des Langstreckenflugzeugs gebaut worden, werde die Produktion 2016 auf sechs Stück heruntergefahren. Boeing hatte bereits zuvor eine Drosselung der Produktion angekündigt, diese nun aber noch verschärft.

Mit der Verringerung der Fertigungszahlen solle die Produktion wieder der Nachfrage angepasst werden, sagte Conner. Dem Unternehmen zufolge brach der Markt für Luftfracht vergangenes Jahr um 1,2 Prozent ein, wohingegen das Passagieraufkommen um fast sechs Prozent stieg. Finanzchef Greg Smith sagte, Boeing analysiere derzeit den Luftfrachtmarkt, um mögliche künftige Käufer für die 747 zu finden.

In den 70er Jahren hatte die 747 mit der Economy-Klasse den Luftverkehr für breite Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht. Das ursprünglich als Militärmaschine geplante Flugzeug konnte erstmals hunderte Passagiere gleichzeitig befördern, wodurch die Preise entsprechend nach unten gingen. Flughäfen weltweit mussten ihre Kapazitäten dem neuen Massentransporter anpassen.

In den vergangenen Jahren litt das Erfolgsmodell unter der Einführung modernerer und komfortablerer Passagierflugzeuge, die außerdem auch weniger Treibstoff verbrauchen. Zu den stärksten Konkurrenten zählten dabei der "Dreamliner" 787 ebenfalls aus dem Hause Boeing oder der noch deutlich größere Airbus A380.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte