Leerstandsabgabe für Geschäfte - Wiener Wirtschaftskammer dagegen

Wenig begeistert zeigte sich die Wiener Wirtschaftskammer (WKW) am Donnerstag von der Ankündigung von Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ), eine Leerstandsabgabe für Geschäftslokale zu prüfen. "Es ist ein Irrglaube, dass zusätzliche kommunale Abgaben und Steuern die Unternehmer unterstützen oder gar die Wirtschaft ankurbeln", so WKW-Präsident Walter Ruck in einer Aussendung.

Zwangsmaßnahmen würden sowohl Unternehmer als auch Investoren abschrecken. Statt Bestrafung forderte er Anreizsysteme. Generell sieht Ruck das Problem der Leerstände eher in Rand- und Nebenlagen mit schlechter Infrastruktur. Oft könnten diese selbst bei niedrigen Preisen nicht vermietet werden - eine Leerstandsabgabe sei in solchen Fällen, ebenso wie bei Leerständen aufgrund von Umbauphasen, Erbstreitigkeiten oder laufenden Mietverträgen, kontraproduktiv. Eine weitere "Verödung der Erdgeschoßzonen" wäre die Folge.

Stattdessen verweist die Kammer auf das seit 1999 bestehende Service Center Geschäftslokale: Auf der Plattform www.freielokale.at seien Angebote jederzeit ersichtlich. Jährlich würden über 700 Geschäftslokale auf ihre Vermietbarkeit überprüft, rund 3.500 Standortsuchende nehmen dieses Service pro Jahr in Anspruch.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte