Leder & Schuh verkauft Shoe4You/Jello-Deutschland an Kienast

Die Grazer Schuhhandelsgruppe Leder & Schuh hat einen Käufer für ihre Vertriebslinien Shoe4You und Jello in Deutschland gefunden. Der deutsche Schuhfilialist Kienast übernehme 54 Shoe4You- und zwei Jello-Standorte, gab das Unternehmen am Donnerstagnachmittag bekannt. Auch die Mitarbeiter würden mitübernommen.

Der Verkauf der Österreich-Standorte ist indes abgeblasen. "Das Österreich-Geschäft steht nicht mehr zur Disposition", sagte Leder&Schuh-Vorstand Werner Weber zur APA. Ursprünglich wollte sich das Unternehmen auch von den Shoe4You-, Jello- und Corti-Standorten in Österreich trennen. "Im Laufe des Prozesses hat sich für uns herausgestellt, dass es die beste Variante ist, nur das Deutschland-Geschäft zu veräußern", erläuterte Weber. Obwohl es Angebote für gesamte Pakete gegeben habe, wie der Manager einräumte.

In Deutschland wird Leder & Schuh künftig nur noch mit der Linie Humanic vertreten sein. Davon gibt es derzeit zwölf Standorte. Der neue Deutschland-Eigentümer von Shoe4You und Jello betreibt in dem Land mit den Marken K+K Schuh-Center, ABC Schuh-Center, street shoes und Claudio Schuhe knapp 370 Filialen und setzte zuletzt 180 Mio. Euro um.

Stiefelkönig-Filialen schrumpfen

In Österreich will sich der Schuhhändler in Zukunft auf seine Schienen Humanic und Shoe4You konzentrieren. In den nächsten Wochen sollen dazu zahlreiche Stiefelkönig-Filialen in Humanic-Standorte umgewandelt werden, sodass österreichweit nur noch etwa zehn Stiefelkönig-Geschäfte übrig bleiben. Aus zahlreichen Jello-Filialen sollen in den kommenden zwölf Monaten Shoe4You-Geschäfte werden. "Shoe4You ist seit jeher eines unserer erfolgreichsten Formate", so Weber.

Für Leder & Schuh lief es in den vergangenen Jahren nicht so rund, vor allem aufgrund der Stiefelkönig-Übernahme. Die Steirer kauften die verlustreiche Kette im Jahr 2011 von der BAWAG. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte Leder & Schuh mit seinen 3.200 Mitarbeitern erstmals nach Jahren wieder ein positives operatives Ergebnis (Ebit) von 2,4 Mio. Euro. Das Jahr 2015 brachte laut Weber operativ eine Verbesserung, sagte er am Donnerstag zur APA. "Wir haben uns in einem kompetitiven Markt wacker geschlagen."

Angaben zum Gewinn unterm Strich machte Weber mit Verweis auf die Veröffentlichung der Unternehmenszahlen im Mai nicht. 2014 verbuchte das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag von 11,3 Mio. Euro. Der Umsatz lag bei 520 Mio. Euro.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort