Leasingwirtschaft wuchs 2017 um 7,4 Prozent

Wien (APA) - Mit der Konjunktur floriert auch das Leasinggeschäft in Österreich. Im Jahr 2017 lag das Neugeschäftsvolumen mit 6,86 Mrd. Euro um 7,4 Prozent über 2016. Mit 225.000 neu abgeschlossenen Verträgen verzeichnete die Branche ein Plus von 9,2 Prozent. Besonders stark war der Zuwachs am Automarkt: Das Fahrzeugleasing stieg um 5,11 Mrd. Euro (+9,7 Prozent) sowie 204.803 Neuverträge (+9,6 Prozent).

"Die heimische Leasingbranche wächst erneut dynamischer als die Gesamtwirtschaft", sagte Alexander Nekolar, Präsident des Verbandes Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL), am Montag bei einer Pressekonferenz laut Unterlagen. Der österreichische Leasingmarkt habe in den letzten vier Jahren eine durchschnittliche Wachstumsrate von 7 Prozent jährlich aufgewiesen - und das auch in Zeiten sonst stagnierender Konjunktur. Daher rechnet Nekolar auch für 2018 mit einer Zuwachsrate über der Inflation und damit realen Zuwachsraten in der Branche.

Der Großteil des heimischen Leasing spielt sich beim Kfz-Geschäft ab: 37,9 Prozent aller Neuzulassungen von Kfz in Österreich sind mit Leasing finanziert, das sind fast vier von zehn Neuzulassungen. Die durchschnittliche Vertragssumme stieg 2017 um 0,1 Prozent leicht auf 24.966 Euro. Den stärksten Zuwachs gab es im Bereich Lkw/Bus (+10,7 Prozent), der Bereich Pkw/Kombi stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent. Bereits jeder zweite Unternehmer least sein Fahrzeug. Elektromobilität wird laut VÖL zum überwiegenden Teil Leasing-finanziert: Für Fahrzeuge mit Null-CO2-Ausstoß entfällt der Sachbezug komplett. Dies mache Elektrofahrzeuge als Dienstautos attraktiv.

Das Mobilien-Leasing blieb das zweitstärkste Leasing-Segment. Dabei geht es üblicherweise um Maschinen im gewerblichen Bereich, aber auch Büroausrüstung, Luft-, Schienen- und Wasserfahrzeuge oder medizinische Geräte werden geleast. Das Mobilien-Neugeschäft legte im Jahr 2017 um 0,5 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro zu. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge stieg um 5,8 Prozent auf 19.958 Stück. Die durchschnittliche Vertragssumme sank 2017 um 5 Prozent auf 70.047 Euro (2016: 73.760 Euro).

Auch beim Immobilien-Leasing gab es ein Plus: Nach Einbußen 2016 erzielten die österreichischen Leasing-Gesellschaften 2017 ein Neugeschäftsvolumen von 345 Mio. Euro (+ 2,9 Prozent). Da die Anzahl der Verträge mit 76 im Vergleich zum Vorjahr (112) deutlich gesunken ist, liegt die durchschnittliche Vertragssumme mit 4,5 Mio. Euro deutlich (+51,6 Prozent) über der von 2016. Dieser Anstieg ist laut VÖL Beleg für die Volatilität des heimischen Immobilienmarktes, der von Großprojekten geprägt ist.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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