Leasing-Neugeschäft wuchs 2015 um 10 Prozent

In Österreich ist alleine das Leasinggeschäft mit Kraftfahrzeugen um über zehn Prozent auf fast 4 Mrd. Euro gewachsen. Das Fuhrparkmanagement boomt. Größte Zuwächse gibt es bei Immobilien. Das Leasinggeschäft mit beweglichen Gütern ist hingegen stagniert.

Wien. Der österreichische Leasingmarkt ist 2015 kräftig gewachsen: Das Neugeschäftsvolumen stieg um 10,2 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro, bei den neu abgeschlossen Verträgen gab es ein Plus von 7,6 Prozent auf 184.216 Stück, gab der Verband der österreichischen Leasinggesellschaften am Donnerstag bekannt. Wichtigster Treiber war die Hauptsparte Kfz-Leasing, die größten Zuwächse gab es im Immobilienleasing.

In wirtschaftlichen angespannten Zeiten werde Leasing als alternativer Weg zur Finanzierung von Investitionen gesehen, so Verbandspräsident Michael Steiner.

Das Neugeschäftsvolumen im Kfz-Leasing stieg um 10 Prozent auf 3,98 Mrd. Euro. Mehr als zwei Drittel (67,4 Prozent) des Neugeschäfts entfielen auf diese Sparte. Die durchschnittliche Vertragssumme im Fahrzeugleasing lag bei 24.022 Euro (+1,2 Prozent). Die Zahl der Neuverträge stieg um 8,7 Prozent auf eine Rekordhöhe von 165.664, davon entfielen 46 Prozent auf Private und 52 Prozent auf Firmenkunden.

Jeder dritte Fahrzeughalter finanziere über Leasing, Tendenz steigend, so Alexander Nekolar, Verbandsvizepräsident und Porsche-Bank-Geschäftsführer in einer Pressekonferenz. Bei den Unternehmen wird fast jedes zweite Auto geleast.

Einen Rekordzuwachs von 16,6 Prozent auf knapp 700 Mio. Euro gab es beim Fuhrparkmanagement. Die Vertragszahl stieg um mehr als ein Fünftel (22,7 Prozent) auf rund 29.700 Stück. Starke Zuwächse habe es bei Klein- und Mittelbetrieben gegeben. Die Unternehmen konzentrierten sich auf das Kerngeschäft, so Nekolar. Weiters gebe es einen starken Trend zum Full-Service - von Reifen und Wartung bis hin zum Versicherungsvertrag. Einen Zuwachs bei den E-Autos erwartet sich die Branche durch die Änderungen für Sachbezüge im Rahmen der Steuerreform. Angesichts der Niedrigzinsen gibt es einen Trend in Richtung Fixverzinsung.

Den größten Zuwachs verzeichnete im Vorjahr das Immobilienleasing mit plus 39,7 Prozent auf 679 Mio. Euro. Der Trend ging zu größeren Projekten mit höheren Volumina: Die durchschnittliche Vertragssumme stieg um 98 Prozent auf 5,9 Mio. Euro. Die Vertragsanzahl sank auf 115 (2014: 163) Stück. Jeweils rund die Hälfte des Neugeschäfts kam aus dem kommunalen bzw. gewerblichen Bereich. Der Verband sieht gegenüber dem Ausland Nachholbedarf. Verbesserungen sollte es bei den Abschreibmöglichkeiten geben.

Im Mobilienbereich stagnierte das Neugeschäft bei 1,25 (1,26) Mrd. Euro. Hier ortet man ebenfalls Nachholbedarf. Gefordert wird auch eine Abschaffung der Leasingvertragsgebühr.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro