LBBW-Chef: Umbau wird bei Banken zum Normalfall

Stuttgart - Die deutsche Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will ihre Kosten durch effizienteres Arbeiten weiter drücken. Kontinuierliche Effizienzverbesserung sei ein großes Thema für dieses Jahr, sagte LBBW-Chef Hans-Jörg Vetter bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Stuttgart.

"Diese Art der kontinuierlichen Verbesserungen, wie sie erfolgreiche Industrieunternehmen seit Jahrzehnten praktizieren, muss auch in unserer Branche zum Normalfall werden." Wieviel die Bank dadurch sparen will, bezifferte Vetter nicht. "Wir sind dabei, das zu erheben."

Die Vorhaben hätten aber nichts mit einer neuen Restrukturierung zu tun, beschwichtigte Vetter. Stattdessen würden Prozesse und Strukturen überprüft. So soll die Kreditbearbeitung stärker standardisiert und somit kostengünstiger werden, in zentralen Stabsbereichen soll effizienter gearbeitet werden. Außerdem wird die IT-Architektur der LBBW umgebaut - auch um die neuen aufsichtsrechtlichen Berichtspflichten zu erfüllen.

Die LBBW hat nach der Finanzkrise einen tiefgreifenden Sparkurs hinter sich. Auf Druck der EU wurden gut 2.500 Stellen gestrichen. Ende 2014 beschäftigte die Bank noch 11.117 Mitarbeiter (Vorjahr: 11.308). Inzwischen hat die Bank ihre Bilanzsumme deutlich reduziert und Problemkredite massiv abgebaut.

Im vergangenen Jahr verdiente die Landesbank dank niedrigerer Belastungen durch Kreditrisiken vor Steuern mit 477 Mio. Euro etwas mehr als 2013. 2015 soll das Ergebnis moderat steigen.

Vetter warnte allerdings vor einer neuen "Risikonegierung" in der Branche. "Weil allzu viele Banken ihre Liebe zum Mittelstandsgeschäft entdecken, sehen wir teilweise bedenkliche Preise, die kalkulatorische Risikokosten kaum noch berücksichtigen." Die LBBW setze dagegen ihren vorsichtigen Kurs fort. Zwar wolle die Bank in allen Kerngeschäftsfeldern zielgerichtet wachsen. Man werde aber "nicht im Hau-Ruck-Verfahren voranstürmen."

Die Südwest-Landesbank war im Zuge der Finanzkrise von ihren Eignern - dem Land Baden-Württemberg, Sparkassen und der Stadt Stuttgart - mit Bürgschaften und einer Kapitalspritze gestützt worden. Davon hatte die LBBW 2014 eine Milliarde Euro zurückgegeben.

Wien (APA) - Der Schweizer Vermögensverwalter Norbert Wicki ist heute im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere erstmals von Richterin Marion Hohenecker einvernommen worden. Die Anklage wirft Wicki vor, mit seinen Geschäften die Spur des Korruptionsgeldes aus der Buwog-Provision verschleiert und Geldwäsche begangen zu haben. Wicki selber erklärte sich für unschuldig.
 

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Grasser-Prozess - Viele Geschäfte auf Mandarin-Konto in Liechtenstein

Brüssel (APA/Reuters) - Der Warenverkehr zwischen der Europäischen Union und Großbritannien wird nach dem Brexit nach Einschätzung der EU-Kommission selbst dann leiden, wenn sich beide Seiten auf einen Freihandelsvertrag einigen sollten. Ein solches Abkommen könne keinen vollkommen reibungslosen Handel sicherstellen, hieß es in einem Reuters am Dienstag vorliegenden Dokument der EU-Kommission.
 

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EU-Dokument: Handel mit Großbritannien leidet auch mit Vertrag

Linz (APA) - Die Sparkasse Oberösterreich hat im heurigen ersten Halbjahr mehr Gewinn gemacht. Für das Gesamtjahr wird ein ähnliches Ergebnis wie 2017 erwartet. Das teilte die Bank in ihrem Halbjahresfinanzbericht Dienstagnachmittag mit.
 

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Sparkasse Oberösterreich im ersten Halbjahr mit mehr Gewinn