Lanxess an Spezialchemie von Akzo Nobel interessiert

Amsterdam/Köln/Düsseldorf (APA/Reuters) - Das deutsche Chemieunternehmen Lanxess hat einem Zeitungsbericht zufolge die milliardenschwere Spezialchemie der niederländischen Akzo Nobel mit 9.000 Mitarbeitern ins Visier genommen. Die Deutschen wollten zusammen mit dem US-Finanzinvestor Apollo ein Angebot vorlegen, berichtete das "Handelsblatt" heute, Donnerstag, unter Berufung auf Unternehmens- und Finanzkreise.

Lanxess habe allerdings nur Interesse an einem kleineren Teil der zum Verkauf stehenden Sparte mit einem Umsatz von 4,8 Mrd. Euro. Lanxess wollte den Bericht nicht kommentieren, Apollo war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Dem Bericht zufolge seien zudem zwei weitere Konsortien im Rennen um das auf einen Wert von 10 Mrd. Euro geschätzten Geschäft: Die Finanzinvestoren CVC und KKR sowie Bain Capital und Carlyle.

Akzo hatte sich Ende November von seinen Aktionären die Genehmigung zur Abspaltung der Spezialchemie geholt. Der Vorstand sucht demnach einen Käufer, prüft parallel dazu aber auch einen Börsengang. Akzo will sich künftig auf Farben und Lacke konzentrieren.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder