Langzeit-Gerichtsfall Imperial endgültig eingestellt

Der seit 2001 anhängige Gerichtsfall um die Linzer Finanzgruppe Imperial ist endgültig eingestellt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Linz am Rande einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz mit. Demnach fand sie keine Beweise für die in Anzeigen erhobenen Vorwürfe der Anlegertäuschung und Veruntreuung.

Die Staatsanwaltschaft hatte gestützt auf Gutachten den Imperial-Geschäftsführer Faramarz Ettehadieh wegen Veruntreuung angeklagt. Demnach habe die Cordial Ferienclub AG 1992 an ihre Mutter, die Imperial Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH, im Zusammenhang mit der Errichtung eines 4-Stern-Golfhotels in der Toskana 50 Mio. Schilling (3,63 Mio. Euro) gezahlt, doch sei keine entsprechende Gegenleistung erbracht worden. Dadurch seien die Cordial-Anleger in ihren Interessen geschädigt worden.

Ettehadieh wurde in dem Prozess 2008 freigesprochen, das Urteil 2010 vom Obersten Gerichtshof (OGH) bestätigt. Danach ermittelte die Staatsanwaltschaft in zwei weiteren Sachverhalten und stellte diese Verfahren ein. Jetzt sind nach dem Einlangen eines Gutachtens zu einem vierten Vorwurf, wonach Anlegergelder in insolvente Gesellschaften geschoben worden seien, auch diese Ermittlungen eingestellt und 1.200 Anleger davon verständigt worden. Diese können noch einen Fortführungsantrag, allerdings mit Kostenrisiko, stellen. Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass sie in dem Fall nicht gebummelt habe, sondern bis zuletzt zusätzliche Anzeigen eingegangen seien, in denen erneut zu ermitteln gewesen sei. Außerdem habe die Erstellung der Gutachten lange Zeit in Anspruch genommen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker