Land will Hypo-Steiermark-Anteile an RLB Steiermark verkaufen

Graz (APA) - Das Land Steiermark verkauft - vorbehaltlich der gesetzlichen Genehmigungen - seinen Anteil an der Hypo Steiermark um 52 Mio. Euro an die Raiffeisen Landesbank Steiermark (RLB). Die Minderheitsbeteiligung beläuft sich auf 25 Prozent plus zwei Aktien. Die entsprechenden Beschlüsse der Landesregierung sowie im Aufsichtsrat der RLB wurden bereits gefasst, hieß es am Donnerstag.

LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP) meinte nach der Regierungssitzung: "Ende gut, alles gut. Wir haben lange, hart aber fair verhandelt." Das Ergebnis sei gut, sowohl für das Land als auch für die RLB. Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ) sprach von einer "guten, steirischen Lösung". Der Preis liege über dem Eigenkapital, womit die strategische Komponente berücksichtigt sei. Der Verkauf sei eine gute Lösung, da von den Hypo-Anteilen keine Dividende ausgeschüttet werde. "Eine Bankbeteiligung des Landes ist aus meiner Sicht heute nicht mehr unbedingt notwendig." Die 52 Mio. Euro würden zum Abbau von Schulden herangezogen, sagte der LHStv.

RLB-Generaldirektor Martin Schaller meinte, dass es "intensive, durchaus harte Verhandlungen" gab. Das Ergebnis sei aber gut und eine "Win-Win-Situation". Durch die vereinfachte Eigentümerstruktur würden sich nun die für RLB und Hypo Steiermark Vorteile in Bereichen wie der Liquiditäts- und Kapitalgestaltung ergeben. Zudem seien wesentliche aufsichtsrechtliche Anforderungen künftig nur mehr einmal und somit effizienter zu erfüllen. Vorteile sollen sich auch bei weiteren Investitionen, etwa in die Digitalisierung, ergeben.

Die RLB Steiermark hatte bereits 1998 einen 49-Prozent-Anteil um 120 Mio. Euro erworben, 2002 weitete sie diesen mit gut 80 Mio. Euro auf 75 Prozent minus zwei Aktien aus. Durch die Übernahme der gut 25 Prozent ist die RLB künftig zu 100 Prozent Eigentümer der Landes-Hypothekenbank Steiermark. Für das Kundengeschäft würden sich aufgrund der neuen Eigentümerstruktur keine Änderungen ergeben. Die Marke soll - zumindest vorerst - auch erhalten bleiben, da diese sich bewährt habe, sagte Schaller und meinte weiter: "Dahin gehende Änderungen sind gut zu überlegen." Im heutigen Bankgeschäft sei aber nichts ausgeschlossen.

Damit die Anteilsübernahme rechtlich abgeschlossen werden kann, sind zuvor noch mehrere Genehmigungen - etwa im Steiermärkischen Landtag, durch die Wettbewerbsbehörde und die Europäische Kommission - abzuwarten. Das Closing soll voraussichtlich im ersten Quartal 2019 erfolgen.

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