IWF-Chefin Lagarde kritisiert USA: Freien Handel nicht zurückfahren

Washington (APA/dpa) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat zur Eröffnung der Jahrestagung von Weltwährungsfonds und Weltbank erneut die Wirtschaftspolitik der USA indirekt kritisiert. Der freie Welthandel habe in den vergangenen Jahrzehnten zu Wachstum und Wohlstand geführt, sagte Lagarde am Donnerstag in Washington. "Wir müssen das sichern", forderte die Französin an der IWF-Spitze.

Die Politik von US-Präsident Donald Trump sieht Einschränkungen beim Freihandel vor, zuletzt verhängten die USA Strafzölle gegen Flugzeugimporte des Nachbarn Kanada.

Viele der Maßnahmen, die zur Reparatur der Volkswirtschaften nötig seien, seien grenzübergreifend, sagte Lagarde. Sie nannte den Kampf gegen Korruption und gegen die Folgen des Klimawandels als Beispiele. Auch hier hat die Administration von Trump komplett andere Vorstellungen, zuletzt wurden die Errungenschaften der Energiepolitik von Barack Obama infrage gestellt.

Lagarde und andere führende IWF-Manager, darunter Chefvolkswirt Maurice Obstfeld, hatten bereits in den vergangenen Tagen die Trump-Politik scharf kritisiert, ohne den Namen des US-Präsidenten auszusprechen. Die Steuerpläne des Weißen Hauses seien wenig fundiert, Steuerkürzungen, die sich aus sich selbst heraus gegenfinanzierten, eher selten. Das Weiße Haus kritisierte den IWF. Der Fonds würde die Pläne der USA torpedieren.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne