Lagarde vor Griechenland-Wahl: Schulden sind Schulden

Athen - Vor der Parlamentswahl in Griechenland hat sich die IWF-Generalsekretärin Christine Lagarde gegen Bemühungen zur Neuverhandlung von Schulden der Euroländer ausgesprochen. "Kollektive Bemühungen sind willkommen, doch zugleich sind Schulden Schulden und ein Vertrag", sagte Lagarde der Zeitung "Irish Times" vom Montag.

Sie warnte, eine Nichterfüllung, Restrukturierung oder Veränderung der Bedingungen von Schulden beeinträchtigten das Vertrauen in den Schuldner. Der Vorsitzende der linken Syriza-Partei, Alexis Tsipras, strebt im Fall eines Wahlsiegs bei der griechischen Parlamentswahl am Sonntag eine Umstrukturierung sowie den teilweisen Erlass der Staatsschulden an. Er verweist dabei häufig auf das Beispiel der Londoner Konferenz 1953, bei der Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg seine Schulden erlassen wurden. Die griechischen Staatsschulden sind mit 175 Prozent des Bruttoinlandsprodukts weiterhin erdrückend.

Der Syriza-Abgeordnete Jannis Dragasakis sagte am Montag, es sei notwendig, die Schulden zu restrukturieren, da das aktuelle Niveau nicht tragbar sei. "Unser Vorschlag betrifft nicht allein die griechischen Schulden, sondern das Problem der exzessiven Schulden, mit dem viele Länder Europas konfrontiert sind", sagte Dragasakis. Laut der "Irish Times" strebt Irlands Finanzminister Michael Noonan, der Lagarde am Montag treffen sollte, eine europäische Schuldenkonferenz an.

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