Lagarde - Politiker sollten mit Bitcoin & Co offen umgehen

Washington (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde fordert einen offenen Umgang mit Kryptowährungen wie Bitcoin. "Ein sachlicher Blick auf die Krytowährungen sollte uns weder zu deren Verdammung noch zu einer Krypto-Euphorie verleiten", schrieb sie in einem Blog am Montag.

Die neuen digitalen Instrumente könnten erhebliche Auswirkungen auf die Art haben, wie die Menschen sparten, investierten oder ihre Rechnungen bezahlten. "Deshalb sollten die Politiker eine offene Haltung einnehmen und daran arbeiten, einen fairen regulatorischen Rahmen zu entwerfen, der die Risiken minimiert, den kreativen Prozessen aber Raum lässt, um Früchte zu tragen".

Zu den absehbaren Vorteilen zählte Lagarde vor allem schnelle und kostengünstige Transaktionen. Einige Zahlungs-Dienstleistungen schafften inzwischen Überweisungen rund um den Erdball in Stunden. Zudem seien die Prozesse transparenter, was in anderen Bereichen wie im Gesundheitswesen ebenfalls von Wert sein könne. Auch wenn privat ausgegebene Krypto-Währungen riskant und instabil blieben, so könnte sich eine Nachfrage gegenüber den Zentralbanken entwickeln, eine digitale Form von Geld zu schaffen - eine Idee, der sich der IWF eingehender widmen will.

"Nach meiner Auffassung wird die Fintech-Revolution vertrauensvolle Vermittler wie Broker oder Banken nicht überflüssig machen", schrieb Lagarde. Es bestehe insgesamt die Hoffnung, eine diversifiziertere Landschaft im Finanzbereich zu bekommen mit einer besseren Balance zwischen zentralisierten und dezentralisierten Dienstleistungen. Damit könne ein Finanzsystem entstehen, "das effizienter und potenziell widerstandsfähiger ist gegenüber Bedrohungen". Allerdings könnten Banken und Finanzinstitute gezwungen werden, ihr Geschäftsmodell anzupassen. Zudem müssten die Aufseher wachsam bleiben, weil Kryptowährungen das Potenzial hätten, bestehende Risiken zu multiplizieren und ihren Niederschlag zu beschleunigen.

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren