Längster Air-France-Streik nach zwei Wochen beendet

Nach zwei Wochen und hunderten gestrichenen Flügen ist der längste Streik bei Frankreichs größter Fluggesellschaft Air France zu Ende gegangen. Die Pilotengewerkschaft SNPL lenkte heute ein, obwohl sie nicht die Arbeitsbedingungen aller Piloten sichern konnte, wie Sprecher Guillaume Schmid zur Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Verhandlungen sollten in einem "ruhigeren Rahmen" fortgesetzt werden.

Nach zwei Wochen und hunderten gestrichenen Flügen ist der längste Streik bei Frankreichs größter Fluggesellschaft Air France zu Ende gegangen. Die Pilotengewerkschaft SNPL lenkte heute ein, obwohl sie nicht die Arbeitsbedingungen aller Piloten sichern konnte, wie Sprecher Guillaume Schmid zur Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Verhandlungen sollten in einem "ruhigeren Rahmen" fortgesetzt werden.

Die letzten Gespräche zwischen Gewerkschaft und dem Unternehmen Air France-KLM, an dem der französische Staat mit knapp 16 Prozent beteiligt ist, waren in der Nacht gescheitert. Die Airline, die der Streik seit dem 15. September täglich 20 Millionen Euro kostete, hatte noch für Sonntag vor einem Ausfall von mehr als der Hälfte der Flüge gewarnt. Am Sonntagmittag gaben die Arbeitnehmervertreter schließlich nach. Die SNPL "übernimmt Verantwortung", indem sie "den Arbeitskampf beendet", sagte ihr Sprecher.

Frankreichs Premierminister Manuel Valls begrüßte die Entscheidung und sprach von der "Standfestigkeit der Regierung". Allerdings gehen die Piloten nicht mit ganz leeren Händen aus dem Ringen. Anlass für ihren Streik waren die Pläne von Air France, ihre Billigtochter Transavia europaweit auszubauen. Die Piloten erreichten, dass die Pläne für eine Transavia Europe auf Eis gelegt wurden. Transavia France soll aber fortentwickelt werden. Die Piloten der französischen Billigairline werden nicht, wie von der SNPL verlangt, die gleichen Verträge wie ihre Kollegen beim Mutterkonzern erhalten.


Am Freitagabend hatte die Gewerkschaft einen letzten Vorstoß unternommen und die Einsetzung eines unabhängigen Vermittlers gefordert. Dem hatte die Regierung in Paris aber eine Absage erteilt. Insbesondere Premierminister Valls hatte sich mehrfach hart gezeigt und den Piloten einen "unerträglichen" Konflikt auf dem Rücken der Passagiere und zum Schaden der ganzen Wirtschaft vorgeworfen. Nun müssten sich alle Seiten anstrengen, um das Vertrauen zurückzugewinnen, erklärte er am Sonntag.

"Die Bedingungen für einen sozialen Dialog sind heute nicht gegeben", sagte SNPL-Sprecher Schmid. Angesichts der zunehmend ablehnenden Haltung der Bevölkerung wollten die Piloten aber keine weitere Eskalation. Schon jetzt wird ihr Arbeitskampf als längster Air-France-Streik in die Geschichte eingehen. Für 14 Tage war rund die Hälfte der Maschinen von Europas zweitgrößter Fluggesellschaft am Boden geblieben. Der bisher längste Streik bei Air France liegt 16 Jahre zurück und dauerte zehn Tage.

Hongkong/Washington (APA/AFP) - Die kritischen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Notenbank Fed haben im asiatischen Börsenhandel den Dollar unter Druck gesetzt. Der japanische Yen legte am Dienstag gegenüber der US-Währung zu und stand bei einem Kurs von 109,9 zum Dollar. Auch der Euro und das britische Pfund profitierten ebenso wie die Währungen von Südkorea, Indonesien und Australien von Trumps Äußerungen.
 

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Trumps Äußerungen zur Fed setzen den Dollar unter Druck

Berlin (APA/AFP) - Mehrere energieintensive Branchen in Deutschland haben in einem gemeinsamen Positionspapier einen Ausgleich für steigende Stromkosten infolge des Kohleausstiegs gefordert. Das "Handelsblatt" zitierte am Dienstag aus einem Papier von Vertretern der Branchen Stahl, Metalle, Papier, Baustoffe, Glas und Chemie, die Ausgleichsmaßnahmen fordern.
 

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DE-Kohleausstieg - Energieintensive Branchen wollen Ausgleich

Berlin (APA/dpa) - Beschäftigte in Ostdeutschland arbeiten weiterhin länger als im Westen - und verdienen weniger. Im vergangenen Jahr leisteten Arbeitnehmer in den alten Bundesländern im Schnitt 1.279 Arbeitsstunden. Im Osten mit Berlin waren es 1.346 Stunden, also 67 mehr. Wird Berlin dem Westen zugerechnet, sind es im Osten 75 Stunden mehr.
 

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Ostdeutsche arbeiten weiter länger als Westdeutsche