Ländliche Entwicklung - Burgenland plant bis 2020 mit 441 Mio. Euro

Eisenstadt - Rund 441 Millionen Euro stehen im Burgenland in der laufenden EU-Finanzperiode bis 2020 für ländliche Entwicklung zur Verfügung. Neben zusätzlichen Mitteln für Investitionsförderung, Biolandbau und für Junglandwirte gebe es auch neue Fördermöglichkeiten, etwa im Bereich Soziale Dienste, erläuterten Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld (ÖVP) und Abg. Erwin Preiner (SPÖ) am Dienstag in Eisenstadt.

Die Finanztabelle sei fertig, die Richtlinien für das seit einigen Monaten provisorisch laufende Programm, das ab Sommer voll umgesetzt werden soll, würden noch ausformuliert, so Liegenfeld. Zur Investitionsförderung seien bundesweit bis 2020 und inklusive der Kofinanzierung knapp über 700 Mio. Euro vorgesehen, auf das Burgenland entfielen etwa 29 Mio.

Erstmals stünden im Programm für den ländlichen Raum auch Mittel für soziale Dienste bereit, berichtete Liegenfeld. Dies umfasse beispielsweise den Ausbau der Kinderbetreuung sowie der Ganztagesbetreuung in Schulen und vermehrte Angebote im Pflegebereich. Österreichweit sei dieser Topf mit rund 118 Mio. Euro dotiert (mit Kofinanzierung: knapp 240 Mio.), für das Burgenland stünden in den kommenden Jahren knapp 13 Mio. zur Verfügung, erklärte Preiner.

Jungunternehmern im Bereich Landwirtschaft winke bei Nachweis entsprechender Ausbildungen ein einmaliger Startzuschuss zwischen 12.000 und 15.000 Euro, so der Agrarlandesrat. In Teilbereichen könne noch eine Investitionsförderung von fünf Prozent dazukommen. "Der Anreiz, einen Betrieb zu übernehmen, ist extrem groß", meinte Liegenfeld.

Vor allem fürs Burgenland mit seinen 61 Prozent Nebenerwerbslandwirten sei eine Regelung wesentlich, wonach Kleinlandwirte nun bereits ab einer bewirtschafteten Fläche von 1,5 Hektar Anspruch auf eine Förderung hätten, so Preiner. Über eine Kleinerzeuger-Regelung stünden diesen Betrieben 1.250 Euro pro Jahr zur Verfügung.

Die Mittel aus dem Programm für die ländliche Entwicklung kämen nicht nur der landwirtschaftlichen Produktion, sondern dem gesamten ländlichen Bereich zugute, erklärte der SPÖ-Abgeordnete. Auf EU-Ebene sei das Programm mit knapp über 95 Mrd. Euro dotiert. Auf Österreich entfielen 3,9 Mrd. Euro, mit der Kofinanzierung komme man auf rund 7,8 Mrd. Euro.

Wien/Linz (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere hat der Zweitangeklagte Walter Meischberger heute den ganzen Tag lang die genauen Fragen der Richterin zu den Liechtenstein-Konten beantworten müssen. Dabei kam der frühere FPÖ-Spitzenpolitiker und Grasser-Trauzeuge einige Male ins Rätseln - obwohl er ja angibt, alle drei Konten seien in Wahrheit ihm zuzurechnen.
 

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Grasser-Prozess - Meischberger rätselt über Liechtenstein-Konten

Sonja Sarközi wird Chefin der russischen Sberbank Europe in Wien

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Dublin/Frankfurt (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung soll nach Auffassung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mehr für den Luftverkehr und die dort beschäftigten Arbeitnehmer tun. Es gelte unter anderem, atypische Beschäftigungsmodelle auf europäischer Ebene zu unterbinden, erklärte VC-Präsident Ilja Schulz am Mittwoch beim Deutschen Verkehrspilotentag in Frankfurt.
 

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Pilotengewerkschaft Cockpit kritisiert Leihpilotensystem bei Ryanair