Kurssturz an Katars Börse nach Blatters Rücktrittsankündigung

Doha - Die Börse in Katar hat am Mittwoch mit einem Kurssturz auf die Rücktrittsankündigung von FIFA-Präsident Sepp Blatter reagiert. Zum Handelsbeginn gab der Leitindex um 3,2 Prozent nach und fiel um 400 auf 11.800 Punkte, bevor er sich wieder erholte. Am Nachmittag lag der Leitindex der zweitgrößten Börse der arabischen Welt um 1,3 Prozent niedriger als bei Börsenschluss am Dienstag.

"Der Rücktritt von Blatter hat für Ungewissheit wegen der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 gesorgt", erklärte Sebastien Henin von der Vermögensverwaltung The National Investor mit Sitz in Abu Dhabi. Es gebe die Befürchtung, dass mit dem Rücktritt die Büchse der Pandora über der WM-Organisation geöffnet werde.

Das Golfemirat Katar investiert mit Blick auf die WM 2022 in zahlreiche Infrastrukturprojekte. Die meisten der von den Investitionsprogrammen profitierenden Unternehmen sind an der Börse in Katar notiert.

Blatter hatte am Dienstagabend seinen Rücktritt angekündigt - vier Tage nach seiner umstrittenen Wiederwahl. Im Zuge von US-Ermittlungen waren am Mittwoch vergangener Woche sieben ranghohe FIFA-Funktionäre von der Schweizer Polizei festgenommen worden. Die Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt zudem wegen Unregelmäßigkeiten bei den WM-Vergaben an Russland für das Jahr 2018 und Katar für 2022.

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Wien (APA) - Der frühere Lobbyist und FPÖ-Politiker Walter Meischberger hält seine Anklage in der Causa Telekom Austria/Parteienfinanzierung für parteipolitisch motiviert und wehrt sich gegen den Vorwurf der Geldwäsche. Das geht laut einem Bericht des "Standard" (Wochenendausgabe) aus den "ergänzenden Ausführungen" seines Rechtsanwalts zum Einspruch gegen die Anklageschrift hervor.
 

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Telekom-Anklage: Meischberger wehrt sich gegen Geldwäschevorwurf

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Der deutsche Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig hat nach Gesprächen in den USA die Hoffnung auf eine gütliche Beilegung der handelspolitischen Streitigkeiten zwischen beiden Ländern genährt. "Es gibt eine konstruktive Grundhaltung", sagte er am Freitag nach seinen Unterredungen mit hohen Vertretern der US-Regierung und der Wirtschaft.
 

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Deutscher Politiker: Entspannter im Handelsstreit mit USA