Kupferpreis sackte aus Angst vor China-Krise auf 6-Jahres-Tief ab

Frankfurt - Die Turbulenzen an den chinesischen Aktienmärkten haben am Dienstag an den Rohstoffmärkten zu einem Ausverkauf bei den Industriemetallen geführt. Der Preis für Kupfer stürzte um 5,6 Prozent auf ein Sechs-Jahres-Tief von 5.278 Dollar (4.794,70 Euro) je Tonne ab. China verbraucht fast die Hälfte der Kupferbestände weltweit.

Viele Anleger fürchten, dass die Probleme des Landes sich negativ auf die Nachfrage nach dem im Bau und in der Elektroindustrie verwendeten Metalls auswirken wird. Nickel fiel um knapp sieben Prozent auf 10.895 Dollar je Tonne.

Das Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 5.500 Dollar je Tonne Kupfer habe zu Anschlussverkäufen geführt, erklärten die Analysten der Commerzbank. "Als Hauptgrund für die Preisschwäche sehen wir die Sorgen der Marktteilnehmer in Bezug auf China." Die Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Stützung der heimischen Aktienmärkte hätten bisher ihre Wirkung verfehlt.

Seit Mitte Juni haben die zuvor boomenden chinesischen Börsen rund 30 Prozent eingebüßt. So wächst die Angst vor einem Börsencrash im Reich der Mitte, dessen Konjunktur ohnehin schon an Schwung verloren hat - mit unabsehbaren Folgen für die ganze Region.

Berlin (APA/Reuters) - Das US-Defizit in der Leistungsbilanz wird nach einer Prognose des Ifo-Instituts heuer trotz der von Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle steigen. Es wird voraussichtlich 464 Mrd. Dollar (406,1 Mrd. Euro) betragen und damit 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes entsprechen, geht aus Berechnungen der Münchner Forscher auf Basis der jetzt erst weltweit verfügbaren Halbjahreszahlen hervor.
 

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Ifo - Defizit in US-Leistungsbilanz steigt trotz Trumps Zollpolitik

Wien (APA) - Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) wird am heutigen Dienstag gemeinsam mit Staatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ) seine Vorstellung über eine Reform der Bankenaufsicht präsentieren. Am Mittwoch soll sie im Ministerrat beschlossen werden.
 

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Koalition hat sich auf Reform der Bankenaufsicht geeinigt

London (APA/Reuters) - Die britische Regierung will Wirtschaftsprognosen zu verschiedenen Brexit-Szenarien veröffentlichen. Das kündigte Finanzstaatssekretär Robert Jenrick am Montagabend im Parlament an. Demnach sollen nicht nur Einschätzungen zu den ökonomischen Folgen des von Premierministerin Theresa May ausgehandelten Scheidungsvertrags mit der EU vorgelegt werden.
 

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Britische Regierung kündigt Wirtschaftsprognosen zum Brexit an