Kuoni Group verkauft europäisches Reiseveranstaltergeschäft an Rewe

Der Schweizer Reisekonzern Kuoni verkauft sein europäisches Reiseveranstaltergeschäft an den deutschen Detailhandels- und Touristikkonzern Rewe. Der Abschluss der Übernahme wird im dritten Quartal 2015 erwartet. Kuoni und die Rewe-Reisesparte DER Touristik hätten eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, teilte Kuoni am Montag mit.

Demnach übernimmt DER Touristik alle Reiseveranstalter, Spezialisten sowie Reisebüros und den Onlinevertrieb in den Märkten Schweiz, Großbritannien, Skandinavien/Finnland und Benelux. Zum Kaufpreis und den Details der Vereinbarungen ist laut Aussendung Stillschweigen vereinbart worden. Klar ist aber, dass Rewe, in Österreich mit Billa, Merkur, Penny, Adeg und Bipa vertreten, alle 2.500 Mitarbeitenden an den bisherigen Standorten übernimmt und die Geschäftsaktivitäten weiterführt.

Die übernommenen europäischen Aktivitäten erzielten 2014 einen Nettoerlös von 2 Milliarden Franken (1,91 Mrd. Euro). Laut Kuoni wird der Verkauf das Halbjahresergebnis mit rund 180 Millionen Franken belasten. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

Für die verbliebenen Reiseveranstalteraktivitäten in Indien und Hong Kong/China soll die Suche nach neuen Eigentümern im Laufe des Jahres 2015 abgeschlossen werden.

Der traditionsreiche Reisekonzern hatte Mitte Jänner bekannt gegeben, sich ganz vom Reiseveranstaltergeschäft trennen zu wollen und sich künftig als Dienstleister zu positionieren. Das Unternehmen tritt dabei als Großhändler und Anbieter von Hotelübernachtungen und weiteren Reisedienstleistungen für andere Unternehmen auf.

Andererseits wird Kuoni mit der Sparte Global Travel Services weiterhin als Veranstalter von Gruppenreisen auftreten und an den Destinationen Dienstleistungen bei Unterkunft, Transport, Ausflügen und Aktivitäten, Veranstaltungen und Veranstaltungsmanagement anbieten. Mit der Division VFS Global schließlich tritt Kuoni als Auslagerungspartner für inzwischen 45 Regierungen an. Kuoni betreibt für diese 1400 Visa-Antragszentralen in 117 Ländern.

Das gesamte Tourismusgeschäft steuerte zuletzt mit 2,2 Milliarden Franken etwas weniger als die Hälfte zum Konzernumsatz von 5,5 Milliarden Franken bei. Kuoni will mit dem Verkauf die Margen verbessern.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018