Kühne+Nagel im Gegenwind von Währungseffekten

Das Schweizer Logistikunternehmen Kühne+Nagel konnte zwar im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Profitabilität steigern. Doch negative Währungseffekte haben dem Unternehmen zugesetzt. Zudem meldete der Logistiker einen Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats.

Der Konzern erwirtschaftete 2015 einen Nettoumsatz von 16,73 Mrd. Franken (15,41 Mrd. Euro) Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 4,4 Prozent. Wie der Logistiker am Mittwoch mitteilte, haben Währungseffekte den Nettoumsatz um 8 Prozent negativ beeinflusst.

Auch der Bruttogewinn ging leicht zurück, um 0,6 Prozent auf 6,25 Mrd. Franken. Der Bruttogewinn, der im Vergleich zum Umsatz um die volatilen Frachtraten bereinigt ist, mithin für einen Logistiker aussagekräftiger ist, ging also weniger stark zurück als der Umsatz. Negative Währungseffekte beeinflussten gar um 8,6 Prozent.

Das operative Ergebnis (Ebitda) hingegen verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 1,04 Mrd. Franken. Das Europa-Geschäft trug zu diesem Ergebnis mit 55,7 Prozent den größten Anteil bei, gefolgt von Amerika und Asien Pazifik. Wohl deshalb ist auch das operative Ergebnis mit 7,8 Prozent von negativen Währungseinflüssen beeinflusst.

Der Gewinn auf Stufe EBIT erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 850 Mio. Franken. Diesen Anstieg führt Kühne+Nagel auf seine Anstrengungen zurück, die Profitabilität zu steigern. Der Logistiker hatte bereits früher gesagt, man wolle sich nicht dem Preiskampf in der Branche aussetzten.

In einer separaten Meldung teilte Kühne+Nagel am Mittwoch zudem mit, dass im Mai Jörg Wolle das Präsidium des Verwaltungsrats übernehmen soll. Wolle ist derzeit CEO von DKSH und soll auch dort das Verwaltungsratspräsidium übernehmen. Der bisherige VR-Präsident Karl Gernandt soll Präsident der Kühne Holding AG werden.

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

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