Kühlere Witterung erhöhte deutschen Energieverbrauch 2015

Die kühlere Witterung hat 2015 den Energieverbrauch in Deutschland leicht ansteigen lassen. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen kletterte der Konsum um gut ein Prozent auf 13.300 Petajoule (3.700 Millionen Megawattstunden), teilte der von Energieverbänden und Forschungsinstituten getragene Verein am Freitag in Köln mit.

Vor allem der höhere Heizenergiebedarf habe für einen Anstieg des Verbrauchs gesorgt. Die Effekte durch Konjunktur- und Bevölkerungswachstum seien dagegen durch Zugewinne bei der Energieeffizienz nahezu ausgeglichen worden.
Erneuerbare Energien verzeichneten mit 10 Prozent die höchsten Verbrauchszuwächse. Besonders groß fiel das Plus (mehr als 50 Prozent) bei der Windkraft aus. Kernenergie war bedingt durch die Stilllegung des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld Mitte 2015 mit 6 Prozent stark rückläufig. Vom gesamten Energieverbrauch entfiel rund ein Drittel auf Mineralöl.
Zugelegt hat im vergangene Jahr auch die inländische Energieerzeugung und zwar leicht um 1,6 Prozent auf gut 4.100 Petajoule (1.150 Mio. MWh). Dabei entfiel ein Anteil von 80 Prozent auf die Erneuerbaren Energien und die Braunkohle. Insgesamt deckte die heimische Produktion nur 31 Prozent des Gesamtverbrauchs, resümierte die Arbeitsgemeinschaft, die jährlich im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums die Daten über den Energieverbrauch in Deutschland zusammenstellt.

Kommentar

Standpunkte

Helmut A. Gansterer: "Weiß nicht, woher ich komme"

Geld

Ölpreis pendelt an der 50-Dollar-Marke

Wirtschaft

Wifo: Österreichs Wirtschaft wächst überdurchschnittlich schnell