Kryptobörsen in Japan drohen Strafen wegen Sicherheitsmängeln - Blatt

Frankfurt/Tokio (APA/Reuters) - Die japanische Finanzaufsicht will einem Medienbericht zufolge mehreren Börsen für Bitcoin & Co Strafen aufbrummen. Die Behörde denke auch darüber nach, einige bisher unlizenzierte Plattformen zur Aussetzung des Handels zu zwingen, berichtete die Wirtschaftszeitung Nikkei. Damit reagiere die FSA auf im Rahmen einer Sonderprüfung entdeckte Mängel beim Kundenschutz und im Kampf gegen Geldwäsche.

Nikkei nannte am Mittwoch weder die Quelle für diese Information noch Details der geplanten Strafen. Auch blieb unklar, welche Plattformen betroffen sind. Die FSA war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

"Sollten japanische Cyber-Börsen ihr Geschäft temporär aussetzen müssen, wäre dies ein großes Ausrufezeichen an die gesamte Branche mit möglichen Kettenreaktionen", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Auch andere Börsen könnten auf Herz und Nieren geprüft werden.

Hintergrund für die eingehende Prüfung ist ein Hacker-Angriff auf die japanische Plattform Coincheck im Jänner. Diebe erbeuteten dabei digitale Münzen der virtuellen Währung Nem im Wert von etwa 530 Mio. Dollar (427 Mio. Euro). Coincheck verfügt bisher über keine staatliche Lizenz zum Handel mit Kryptowährungen. Da die Börse bereits vor dem Inkrafttreten des Gesetzes bestand, das eine Genehmigung vorschreibt, durfte sie ihre Geschäfte während des laufenden Antrags weiterführen. Nach dem Hackerangriff ordnete die FSA an, dass Coincheck einen Maßnahmenkatalog präsentieren müsse, wie ein solcher Vorfall in Zukunft verhindert werden könne.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

Newsticker

Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

Newsticker

Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder