Kroatiens Premier: Euroeinführung bereits in vier Jahren

Kroatiens Premier Tihomir Oreskovic hat angekündigt, sein Land werde in vier Jahren den Euro einführen. In zwei Jahren könne der Prozess eingeleitet und in vier Jahren abgeschlossen werden, sagte Oreskovic laut Medienberichten am Dienstag bei seinem Besuch in Berlin.

In Kroatien löste Oreskovic mit seiner Ankündigung Verwunderung aus. Die Euro-Einführung bereits in vier Jahren sei objektiv unmöglich, sagte der kroatische Notenbankchef Boric Vujcic der Tageszeitung "Novi List". Im Jahr 2020 könnten erst die Vorbereitungen für die Einführung eingeleitet werden. Bis zur tatsächlichen Einführung müssten dann aber noch weitere zwei Jahre vergehen, sagte der Notenbankchef.

Das größte Hindernis für die Euroeinführung in Kroatien ist die steigende Staatsverschuldung, die derzeit bei 90 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) liegt. Um sich für die Übernahme der gemeinsamen europäischen Währung zu qualifizieren, müsste das Land zunächst diesen Trend umdrehen und beweisen, dass man die Staatsverschuldung unter 60 Prozent des BIP halten kann. Wie der Notenbankchef laut Medienberichten erklärte, könnte man das bis 2020 erreichen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1534 (Montag: 1,1613) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8670 (0,8611) Euro.
 

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Wien/Mountain View (APA) - "Ok, Google" soll es ab sofort in den heimischen Wohnungen heißen, geht es nach dem Internet-Konzern. Am Dienstag wurde der Launch des Smart Speaker Google Home (inklusive der Mini-Variante) in Österreich verkündet. Österreich-spezifische Inhalte gibt es vorerst kaum. Als Medienpartner vom Start weg dabei sind "Kronen Zeitung" und "Standard". Der ORF will ebenfalls mitmachen.
 

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