Kroatien-Arbeitsmarktöffnung - IHS-Hofer: Besser jetzt als 2020

Wien (APA) - IHS-Arbeitsmarktökonom Helmut Hofer sieht eine letztmalige Verlängerung der Arbeitsmarkt-Übergangsfrist für Kroatien um zwei Jahre bis 2020 tendenziell kritisch. "Wir haben derzeit noch Hochkonjunktur. Warum warte ich noch?", sagte Hofer zur APA. Das Wirtschaftswachstum werde sich 2019 und 2020 in Österreich voraussichtlich abschwächen.

Bis Ende Juni kann die schwarz-blaue Regierung eine letztmalige Verlängerung der Arbeitsmarkt-Übergangsfrist für Kroatien um zwei Jahre in Brüssel erwirken. Damit würde Österreich die maximal erlaubte Frist von sieben Jahren für die Abschottung des eigenen Arbeitsmarkts vom neuen EU-Mitgliedsland ausschöpfen. Dadurch würde die volle Arbeitnehmer-Freizügigkeit erst ab 1. Juli 2020 gelten.

Die Arbeitsmarktöffnung für Kroatien könne man nicht mit der Osteuropa-Öffnung im Jahr 2011 vergleichen, sagte der Arbeitsmarktökonom vom Institut für Höhere Studien (IHS). Seitdem können Arbeitskräfte aus den EU-Ländern Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Polen, Estland, Lettland und Litauen ohne Einschränkungen in Österreich arbeiten. Für Arbeitskräfte aus Bulgarien und Rumänien wurde der österreichische Arbeitsmarkt Anfang 2014 geöffnet.

Hofer erwartet keine großen Auswirkungen auf die heimischen Beschäftigten durch die Kroatien-Arbeitsmarktöffnung. "Der österreichische Arbeitsmarkt kann sie aufnehmen."

Sollte die Regierung sich für eine letztmalige Verlängerung der Arbeitsmarkt-Übergangsfrist für Kroatien entscheiden, dann empfiehlt der IHS-Arbeitsmarktökonom zumindest Kontingente für kroatische Arbeitskräfte zu schaffen, um einen langsamen Übergang zur völligen Öffnung des Arbeitsmarkts zu ermöglichen. Außerdem sollte man in die Ausbildung von Beschäftigten investieren, die potenziell von der zusätzlichen Konkurrenz durch kroatische Arbeitskräfte betroffen sein könnten.

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl hat sich hingegen für eine Verlängerung der Kroatien-Übergangsfrist ausgesprochen und ist damit auf einer Linie mit der SPÖ und FPÖ-Sozialministerin Beate Hartinger-Klein. Auch AMS-Vorstand Johannes Kopf ist gegen eine generelle Öffnung. Der Tiroler ÖVP-Wirtschaftsbundchef Franz Hörl übte am Sonntag scharfe Kritik an Leitl für sein Eintreten für eine Verlängerung der Übergangsfrist. Der Tiroler Arbeiterkammer-Chef Zangerl (ÖVP) bezeichnete gestern Hörls Kritik als "mehr als entlarvend" und verteidigte die Position von Leitl.

München (APA/Reuters) - Der angeschlagene US-Konzern General Electric (GE) verliert im Zuge seiner Umstrukturierungspläne in Deutschland mehr als 3.000 Mitarbeiter. Etwa ein Drittel der 10.000 Mitarbeiter seien von den Abspaltungs- und Verkaufsplänen betroffen, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Prag. Von einem Stellenabbau in dieser Größenordnung, von dem das Magazin "Capital" vorab berichtete, könne aber keine Rede sein.
 

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Verkaufspläne bei GE: 3.000 Mitarbeiter in Deutschland betroffen

Wien (APA) - Die gestiegene Inflation im Juni hat erneut Arbeiterkammer und Pensionistenverband auf den Plan gerufen. AK-Präsidentin Renate Anderl forderte angesichts anziehender Mietpreise eine Mietrechtsreform mit klaren Mietzinsobergrenzen, Pensionistenverband-Präsident Peter Kostelka wünscht sich eine "dringend notwendige" neue Pensionsanpassungsformel.
 

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Inflation - AK will neues Mietrecht, Pensionistenverband Anpassung

Peking (APA/Reuters) - China hat den USA vorgeworfen, alle möglichen Rechtfertigungen für den von ihnen angezettelten Handelskrieg zu erfinden. Dazu gehöre auch die Ausrede von der Gefahr für die nationale Sicherheit, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Hua Chunying, am Mittwoch vor Journalisten.
 

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China: Welt wird sich im Handelskrieg gegen USA stellen