Krisenbank Monte Paschi verkauft 10-Prozent-Anteil an Tochter Anima

Rom - Die italienische Krisenbank Monte Paschi di Siena (MPS) arbeitet an der Stärkung ihrer Kapitaldecke und verkauft einen 10,3-prozentigen Anteil an der Asset-Management-Tochter Anima an die italienische Post. Damit treibe MPS 210 Mio. Euro ein, teilte die Bank am Mittwoch in einer Aussendung mit.

MPS hatte Anima im April 2014 an die Mailänder Börse gebracht. Der Wert der Anima-Aktie hat sich seit dem Börsengang verdoppelt. Anima war 2010 aus der Fusion von Anima SGR und Prima SGR entstanden und zählt rund eine Million Kunden.

Monte Paschi war beim Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) als schlechteste aller untersuchten Großbanken durchgefallen. Das drittgrößte Geldhaus des Landes hatte sich mit der Übernahme des Konkurrenten Antonveneta sowie riskanten Derivate-Deals verhoben und war wiederholt auf staatliche Hilfen angewiesen. Zudem machten der ältesten Bank der Welt wegen der italienischen Wirtschaftskrise faule Kredite zu schaffen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma