Krisenbank Monte dei Paschi feiert Börsen-Comeback

Rom/Siena (APA) - Nach zehn Monaten Auszeit werden die Aktien der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) seit Mittwochvormittag wieder an der Mailänder Börse gehandelt. Die Papiere des überschuldeten Geldhauses, die das letzte Mal im Dezember 2016 auf dem Parkett verfügbar waren, debütierten mit einem Preis von 4,12 Euro.

Die Aktie stieg dann sofort auf 4,42 Euro an. Mit diesem Wert liegt die Kapitalisierung der Bank aus Siena bei 4,9 Mrd. Euro. Der letzte Kurs der Bank vom 22. Dezember 2016 war noch bei 15,08 Euro gelegen. Vom 23. Dezember an war dann die Notierung ausgesetzt, weil die geplante Kapitalerhöhung von 5 Mrd. Euro auf dem freien Markt gescheitert war.

Die Börsenaufsichtsbehörde Consob hatte am Dienstag die Rückkehr die Mailänder Börse genehmigt. Der italienische Staat hält infolge der Rettung der Bank eine Beteiligung von rund 53 Prozent. Nach Entschädigung der Kleinanleger mit nachrangigen Anleihen soll dieser Anteil schließlich auf 68 Prozent wachsen.

Der Staat will langfristig an seiner Beteiligung festhalten, in der Hoffnung letztlich mit Gewinn aussteigen zu können. Der italienische Versicherer Generali ist mit einem Anteil von 4,3 Prozent der zweitgrößte Monte-Paschi-Aktionär.

Italien hatte Ende Juli ein Gesetz zur Rettung der traditionsreichen Bank erlassen. Die EU-Kommission gab grünes Licht für die Staatshilfe, nachdem die älteste noch tätige Bank der Welt ein neues Geschäftsmodell und den Abbau ihres Schuldenbergs zugesagt hatte.

Monte Paschi ächzt unter einer schweren Schuldenlast und hat Jahre des Missmanagements und fehlgeschlagener Zukäufe hinter sich. Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, streicht Monte Paschi bis 2021 jede fünfte Stelle und schließt 600 der 2.000 Filialen, wie sie Anfang Juli ankündigte. In vier Jahren soll die Bank dann 1,2 Mrd. Euro Gewinn schreiben. Geplant ist die Trennung von notleidenden Krediten in Milliardenhöhe.

Wien (APA) - Auf die Kritik von Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl vom vergangenen Donnerstag, wonach die Vorstandsbezüge der im ATX notierten Unternehmen in Österreich "extrem zu hoch" seien, wirft das Wirtschaftsforum der Führungskräfte der AK-Präsidentin vor, eine "unnötige und nicht auf Fakten basierende Neiddebatte" zu schüren.
 

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Wirtschaftsforum der Führungskräfte: AK schürt Neiddebatte

Wien/Wels (APA) - Die Sporthandelskette Intersport hat im per Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 das nach eigenen Angaben "erfolgreichste Jahr seiner Unternehmensgeschichte" hingelegt. Aufgrund zahlreicher Neueröffnungen und hoher Steigerungsraten in den Bereichen Ski, Rad sowie Outdoor stieg der Österreich-Umsatz um 14 Prozent auf 575 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Montag bekanntgab.
 

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Intersport - Umsatzsprung dank Filialexpansion und hoher Nachfrage

Brüssel (APA/Reuters) - Italien hat nach Angaben von Wirtschaftsminister Giovanni Tria nicht die Absicht, den von der EU-Kommission zurückgewiesenen Entwurf für den Haushalt 2019 zu ändern. Der vorgelegte Etat sei "sehr maßvoll" expansiv, sagte Tria am Montag vor Journalisten in Brüssel zudem.
 

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Tria: Italien wird seine Haushaltspläne nicht ändern