Kreditnachfrage der privaten Haushalte leicht gestiegen

Das niedrige Zinsniveau ermutigt die Österreicher dazu, Kredite aufzunehmen. Die Nachfrage der privaten Haushalte sei im dritten Quartal gestiegen, teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Dienstag mit. Bei Wohnbaukrediten habe es zum vierten Mal in Folge eine moderate Steigerung gegeben. Und auch Konsumkredite waren - nach einer Flaute im zweiten Quartal - wieder etwas stärker gefragt.

Die Kreditnachfrage der Unternehmen hingegen ging laut OeNB im dritten Quartal weiter zurück. Während die Banken die Kreditrichtlinien den Angaben zufolge (sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft) zwischen Juli und September "weitgehend unverändert" ließen, sei für Unternehmenskredite im vierten Quartal eine "marginale Straffung" zu erwarten, geht aus einer europaweiten Umfrage über das Kreditgeschäft im Euroraum hervor, bei der die Zentralbanken wie jedes Quartal rund 140 Institute befragten - acht Banken davon stammten aus Österreich. Bei den Krediten an private Haushalte werde sich im kommenden Quartal voraussichtlich nichts ändern.

Die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken hätten sich im dritten Quartal zum wiederholten Mal geringfügig verschlechtert.

Für das vierte Quartal erwarten die Kreditmanager der führenden Banken einen minimalen Nachfragerückgang nach Wohnbaukrediten, eine konstante Nachfrage nach Konsumkrediten und eine geringfügige Steigerung bei Unternehmenskrediten.

Wien/Linz (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere hat der Zweitangeklagte Walter Meischberger heute den ganzen Tag lang die genauen Fragen der Richterin zu den Liechtenstein-Konten beantworten müssen. Dabei kam der frühere FPÖ-Spitzenpolitiker und Grasser-Trauzeuge einige Male ins Rätseln - obwohl er ja angibt, alle drei Konten seien in Wahrheit ihm zuzurechnen.
 

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Grasser-Prozess - Meischberger rätselt über Liechtenstein-Konten

Sonja Sarközi wird Chefin der russischen Sberbank Europe in Wien

Wirtschaft

Sonja Sarközi wird Chefin der russischen Sberbank Europe in Wien

Dublin/Frankfurt (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung soll nach Auffassung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mehr für den Luftverkehr und die dort beschäftigten Arbeitnehmer tun. Es gelte unter anderem, atypische Beschäftigungsmodelle auf europäischer Ebene zu unterbinden, erklärte VC-Präsident Ilja Schulz am Mittwoch beim Deutschen Verkehrspilotentag in Frankfurt.
 

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Pilotengewerkschaft Cockpit kritisiert Leihpilotensystem bei Ryanair