Krankenkassen machten 2015 ein Defizit von 21,5 Millionen

Die Krankenkassen haben im Vorjahr ein Defizit von 21,5 Millionen Euro gemacht. Der Abgang ist damit deutlich geringer als ursprünglich prognostiziert - zu Jahresbeginn hatte man noch mit einem Minus von 129 Mio. Euro gerechnet. Im Voranschlag für heuer wird ein Defizit von 94 Mio. Euro prognostiziert. Das Jahr 2014 hatten die Krankenkassen noch mit einem Plus von 88 Millionen Euro abgeschlossen.

Nach dem am Montag vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger veröffentlichten vorläufigen Gebarungsergebnis haben im Vorjahr von den neun Gebietskrankenkassen nur zwei positiv abgeschlossen - jene in Kärnten machte ein Plus von 5,6 Mio. Euro und jene in Salzburg von 3,3 Mio. Euro. Mit den GKKs im Burgenland und der Steiermark schafften zwei weitere ein ausgeglichenes Ergebnis, die fünf anderen mussten ein Minus verbuchen - das Größte die Wiener mit 45,6 Mio. Euro. Unter den Berufskrankenkassen machte nur jene der öffentliche Bediensteten mit 19,3 Mio. Euro ein Defizit.

Deutlich schlechter sind die Erwartungen für heuer. Insgesamt wird ein Verlust von 93,6 Mio. Euro vorhergesagt. Als einzige Gebietskrankenkasse prognostiziert die Salzburger mit 5,2 Mio. Euro ein positives Ergebnis. Die Steirische rechnet mit einem ausgeglichenen Ergebnis, die sieben anderen mit einem Minus. Unter den Berufskrankenkassen erwartet nur noch die SVA der Bauern mit 47,5 Mio. Euro ein positives Ergebnis.

Dass der Abgang 2015 weniger deutlich als im Voranschlag vorhergesagt ausgefallen ist, geht u.a. auf die Medikamenten-Kosten zurück. Hier hatte man ursprünglich noch mit einem Anstieg um 6,6 Prozent gerechnet, tatsächlich wurden es nun 5,4 Prozent. Damit liegt man allerdings immer noch über der Steigerung der Beitragseinnahmen, die um 3,7 Prozent zulegten. Für heuer erwartet der Hauptverband ein weiteres Einbremsen bei der Steigerung der Medikamentenkosten auf 4,9 Prozent. Mitverantwortlich dafür ist auch der zwischen Hauptverband und Pharmawirtschaft abgeschlossene Vertrag zur Kostenbegrenzung, womit die Pharmawirtschaft heuer 125 Mio. Euro an die Krankenversicherungsträger zahlt. 2017 und 2018 sollen zehn Mio. Euro pro Prozentpunkt Kostensteigerung gezahlt werden, maximal jedoch 80 Mio. Euro pro Jahr.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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