Krach bei Niki - Gewerkschaft droht Airline-Management

Bei der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki verschärft sich der Streit um den erst im Vorjahr abgeschlossenen Kollektivvertrag (KV). Sollte das Unternehmen nicht einlenken, drohen Betriebsrat und Gewerkschaft mit "weiteren Schritten", wie es in einer Aussendung am Dienstag hieß. Laut den Belegschaftsvertretern werde der KV gezielt umgangen und betroffenen Mitarbeitern mit Kündigung gedroht.

"Sollte das Unternehmen an der derzeitigen Vorgehensweise festhalten, behält sich der Betriebsrat zusammen mit der geeinten Belegschaft vor, weitere Schritte einzuleiten", heißt es in der Aussendung der Gewerkschaft der Privatangestellten GPA-djp. Wie die weiteren Schritte genau aussehen, ließ man am Dienstag vorerst offen. Die Richtung ist allerdings klar: "Wir haben den Kollektivvertrag ganz sicher nicht ausverhandelt, damit dann einzelne Teile umgangen werden", so Gewerkschafter Peter Stattmann. "Das ist ein inakzeptables No-go, gegen das wir uns mit vereinten Kräften zu wehren werden wissen."

Erst am Montag hatte der Niki-Betriebsrat zwei Betriebsversammlungen abgehalten. "Wir haben die Kolleginnen und Kollegen detailliert informiert und gemeinsam unser weiteres Vorgehen beschlossen", erklärte Betriebsratschefin Verena Schallgruber. "Unser Appell an die Geschäftsführung ist klar: der Kollektivvertrag ist wie ursprünglich vereinbart, nach Punkt und Beistrich, einzuhalten. Wir als Betriebsrat fordern außerdem die Abkehr einer Unternehmenspolitik, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Kündigungen droht", so Schallgruber. Laut früheren Angaben des Betriebsrates geht es bei dem Konflikt um die Arbeitszeitregelungen des Bordpersonals.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen