Krach bei Niki - Gewerkschaft droht Airline-Management

Bei der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki verschärft sich der Streit um den erst im Vorjahr abgeschlossenen Kollektivvertrag (KV). Sollte das Unternehmen nicht einlenken, drohen Betriebsrat und Gewerkschaft mit "weiteren Schritten", wie es in einer Aussendung am Dienstag hieß. Laut den Belegschaftsvertretern werde der KV gezielt umgangen und betroffenen Mitarbeitern mit Kündigung gedroht.

"Sollte das Unternehmen an der derzeitigen Vorgehensweise festhalten, behält sich der Betriebsrat zusammen mit der geeinten Belegschaft vor, weitere Schritte einzuleiten", heißt es in der Aussendung der Gewerkschaft der Privatangestellten GPA-djp. Wie die weiteren Schritte genau aussehen, ließ man am Dienstag vorerst offen. Die Richtung ist allerdings klar: "Wir haben den Kollektivvertrag ganz sicher nicht ausverhandelt, damit dann einzelne Teile umgangen werden", so Gewerkschafter Peter Stattmann. "Das ist ein inakzeptables No-go, gegen das wir uns mit vereinten Kräften zu wehren werden wissen."

Erst am Montag hatte der Niki-Betriebsrat zwei Betriebsversammlungen abgehalten. "Wir haben die Kolleginnen und Kollegen detailliert informiert und gemeinsam unser weiteres Vorgehen beschlossen", erklärte Betriebsratschefin Verena Schallgruber. "Unser Appell an die Geschäftsführung ist klar: der Kollektivvertrag ist wie ursprünglich vereinbart, nach Punkt und Beistrich, einzuhalten. Wir als Betriebsrat fordern außerdem die Abkehr einer Unternehmenspolitik, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Kündigungen droht", so Schallgruber. Laut früheren Angaben des Betriebsrates geht es bei dem Konflikt um die Arbeitszeitregelungen des Bordpersonals.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia