Krach bei Niki - Gewerkschaft droht Airline-Management

Bei der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki verschärft sich der Streit um den erst im Vorjahr abgeschlossenen Kollektivvertrag (KV). Sollte das Unternehmen nicht einlenken, drohen Betriebsrat und Gewerkschaft mit "weiteren Schritten", wie es in einer Aussendung am Dienstag hieß. Laut den Belegschaftsvertretern werde der KV gezielt umgangen und betroffenen Mitarbeitern mit Kündigung gedroht.

"Sollte das Unternehmen an der derzeitigen Vorgehensweise festhalten, behält sich der Betriebsrat zusammen mit der geeinten Belegschaft vor, weitere Schritte einzuleiten", heißt es in der Aussendung der Gewerkschaft der Privatangestellten GPA-djp. Wie die weiteren Schritte genau aussehen, ließ man am Dienstag vorerst offen. Die Richtung ist allerdings klar: "Wir haben den Kollektivvertrag ganz sicher nicht ausverhandelt, damit dann einzelne Teile umgangen werden", so Gewerkschafter Peter Stattmann. "Das ist ein inakzeptables No-go, gegen das wir uns mit vereinten Kräften zu wehren werden wissen."

Erst am Montag hatte der Niki-Betriebsrat zwei Betriebsversammlungen abgehalten. "Wir haben die Kolleginnen und Kollegen detailliert informiert und gemeinsam unser weiteres Vorgehen beschlossen", erklärte Betriebsratschefin Verena Schallgruber. "Unser Appell an die Geschäftsführung ist klar: der Kollektivvertrag ist wie ursprünglich vereinbart, nach Punkt und Beistrich, einzuhalten. Wir als Betriebsrat fordern außerdem die Abkehr einer Unternehmenspolitik, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Kündigungen droht", so Schallgruber. Laut früheren Angaben des Betriebsrates geht es bei dem Konflikt um die Arbeitszeitregelungen des Bordpersonals.

Washington (APA/dpa) - Nach tagelangen zähen Verhandlungen haben Republikaner und Demokraten in den USA den Stillstand der Regierung beendet - das eigentliche Problem damit aber nur vertagt. Der Kongress verabschiedete am Montag einen weiteren Übergangshaushalt, der die Finanzierung der Regierung bis zum 8. Februar sicherstellt. Beide Seiten wollen zudem weiter über ein Einwanderungspaket verhandeln.
 

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"Shutdown" der US-Regierung beendet - aber nur Übergangslösung

Luxemburg (APA/dpa) - Der Europäische Rechnungshof hat der EU-Kommission Nachlässigkeiten bei der Haushaltsüberwachung in Europa vorgeworfen. Die Brüsseler Behörde wende den Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht effektiv an, um übermäßige Verschuldung und wirtschaftliche Ungleichgewichte in Europa wirksam zu verhindern, erklärten die Rechnungsprüfer am Dienstag in Luxemburg.
 

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Rechnungshof wirft EU-Kommission mangelhafte Haushaltsüberwachung vor

Wien (APA) - Am heutigen zehnten Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen den Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und 13 weitere Angeklagte hat der Verteidiger des mitangeklagten Walter Meischberger schwere Vorwürfe erhoben. Der Anwalt mutmaßt eine verbotene Absprache zwischen dem teilgeständigen Peter Hochegger und der Justiz. Hochegger und Staatsanwalt Alexander Marchart dementierten das.
 

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Grasser-Prozess - Verteidigervorwurf gegen Hochegger: Verbotener Deal