Korruptionsvorwürfe in Südafrika: SAP räumt Unregelmäßigkeiten ein

Johannesburg/Walldorf (APA/dpa) - Gut ein halbes Jahr nach dem Bekanntwerden von Korruptionsvorwürfen gegen SAP in Südafrika hat der deutsche Softwarehersteller Unregelmäßigkeiten eingeräumt. Eine Untersuchung der fragwürdigen Kommissionszahlungen für Geschäfte mit staatlichen Unternehmen habe "Anzeichen von Fehlverhalten" zu Tage gebracht, teilte SAP am Donnerstag mit.

Es habe "Unregelmäßigkeiten" gegeben, SAP habe aber zu keinem Zeitpunkt direkt Zahlungen an Mitarbeiter der staatlichen Unternehmen oder Regierungsvertreter geleistet.

SAP wurde vorgeworfen, seit 2014 unüblich hohe Kommissionen an politisch vernetzte Firmen gezahlt zu haben, um sich bei staatlichen Unternehmen Aufträge zu sichern. Dabei geht es um Kommissionen von rund 113 Millionen Rand (aktuell rund 8 Mio. Euro). Die Empfänger waren Firmen der politisch bestens vernetzten Unternehmerfamilie Gupta. Die Brüder galten als enge Freunde des damaligen Präsidenten Jacob Zuma. Sie stehen im Zentrum eines Korruptionsskandals, der seit Monaten das Land erschüttert. Zuma trat im Februar zurück.

Die US-Börsenaufsicht SEC und das Justizministerium ermitteln wegen der Vorgänge in Südafrika weiter, erklärte das auch an der Börse New York notierte Unternehmen. SAP war im Juli 2017 gegen drei für die Geschäfte mit Südafrikas Energieversorger Eskom und dem Logistikunternehmen Transnet verantwortliche Manager disziplinarisch vorgegangen. Sie hätten inzwischen gekündigt, hieß es.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte