Kontrollbank-Gruppe verdiente 2017 um 46 Prozent mehr

Wien (APA) - Die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem um 45,6 Prozent von 40,2 auf 58,6 Mio. Euro gestiegenen Gewinn beendet. Die Aktionäre erhalten 12,7 Mio. Euro mehr Dividende. Für 2018 rechnet das im Eigentum von Banken befindliche Finanzinstitut aufgrund der steigenden Export- und Auslandsinvestitionstätigkeit österreichischer Unternehmen wieder mit einem höheren Kreditvolumen.

Für den Gewinnanstieg waren laut dem am Freitag veröffentlichten Jahresfinanzbericht der Kontrollbank-Gruppe Sondereffekte im Sonstigen Ergebnis verantwortlich. Rein operativ ging der Gewinn um 8,3 Prozent von 43,5 auf 39,9 Mio. Euro zurück.

Alleine die Fair Value-Bewertung des Sonstigen Anteilsbesitzes trug mit 24,9 Mio. Euro zum besseren Ergebnis bei. Die Zinserträge gingen dagegen um 10,6 Prozent von 348,9 auf 312,1 Mio. Euro zurück. Auch die Zinsaufwendungen sanken um 13 Prozent von 267,3 auf 232,5 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss gab um 2,6 Prozent von 81,7 auf 79,6 Mio. Euro nach. Für das Betriebsergebnis ergab sich ein Minus von 3,9 Prozent von 56,3 auf 54,2 Mio. Euro. Der Mitarbeiterstand stieg von 442 auf 445 Personen, umgerechnet auf Vollzeit waren es unverändert 405. Der Frauenanteil lag bei 55,7 Prozent, in der Führungsebene bei 35 Prozent.

Die Dividende für die Aktionäre wird zuzüglich einer Sonderdividende von 14,43 Euro je Aktie von 22,75 auf 37,18 Euro je Aktie erhöht. Insgesamt werden 32,7 Mio. Euro ausgeschüttet, das sind rund 25 Prozent auf das dividendenberechtigte Aktienkapital. Im Vorjahr waren es 22,75 Euro je Aktie bzw. 20,0 Mio. Euro, also um 12,7 Mio. Euro weniger.

Im Kerngeschäft, der Finanzierung von Exporten, verringerte sich der Zinsüberschuss leicht von 76,2 auf 74,6 Mio. Euro. Das betriebliche Ergebnis in diesem Segment sank von 41,2 auf 35,6 Mio. Euro, der Gewinn nach Steuern sank von 31,5 auf 26,5 Mio. Euro.

Im Segment Kapitalmarkt Services lag das Provisionsergebnis mit 32,2 Mio. Euro etwas über dem Vorjahreswert von 30,2 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis stieg von 6,7 auf 10,1 Mio. Euro, der Gewinn nach Steuern verbesserte von 5,0 auf 7,7 Mio. Euro.

Im Segment Sonstige Services verringerte sich der Zinsüberschuss von 5,6 auf 5,1 Mio. Euro und der sonstige betriebliche Erfolg sank von 7,4 auf 5,7 Mio. Euro. Die Verwaltungsaufwendungen halbierten sich von 15,6 auf 7,5 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis in diesem Segment stieg somit von 4,2 auf 8,4 Mio. Euro, der Gewinn nach Steuern verbesserte von 3,7 auf 5,7 Mio. Euro.

Aufgrund der stärkeren Exportaktivität der österreichischen Wirtschaft stieg das Finanzierungsvolumen im Vorjahr wieder. Die Forderungen an Kreditinstitute zogen um 1,7 Mrd. Euro auf 16,2 Mrd. Euro an, ein Plus von 11,8 Prozent. Garantien verringerten sich dagegen um 27,9 Prozent von 5,7 auf 4,1 Mrd. Euro.

Gesamtwirtschaftlich werde auch 2018 ein herausforderndes aber erfolgreiches Jahr werden, heißt es im Ausblick. Insgesamt geht die OeKB-Gruppe von einer nachhaltig ansteigenden Ertragsentwicklung im operativen Bereich aus.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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