Kontrastprogramm zu Trump: Xi machte sich für Freihandel stark

Danang (APA/dpa) - Der chinesische Präsident Xi Jinping hat sich auf dem Asien-Pazifik-Gipfel in Vietnam für weitere multilaterale Freihandelsabkommen stark gemacht. In einer Grundsatzrede warb Xi für ein "globales Netzwerk von Freihandelszonen".

Zugleich versprach er, auch weniger entwickelte Nationen von Chinas Wirtschaftswachstum profitieren zu lassen. Die Rede - unmittelbar nach einem Auftritt von US-Präsident Donald Trump - wurde immer wieder von Applaus unterbrochen.

Xis Aussagen in dem vietnamesischen Küstenort Danang standen in starkem Kontrast zu den Ausführungen des US-Präsidenten, der kurz zuvor seine "Amerika Zuerst"-Politik sowie den Ausstieg aus dem ausgehandelten pazifischen Freihandelsabkommen TTP verteidigt hatte. Der chinesische Staatschef bezeichnete die Globalisierung als "unumkehrbaren historischen Trend". Die globalen Wachstumsgewinne müssten aber "offener, inklusiver und ausgeglichener" verteilt werden. China sei dazu bereit.

"Wir sollten den Multilateralismus hochhalten, durch Zusammenarbeit und enge Partnerschaft", sagte Xi auf dem Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC). Mit offenen Wirtschaften könnten alle vom Wachstum profitieren, während Abschottung andere zurücklasse. Wenn dies gelinge, stehe dem asiatisch-pazifischen Raum eine "helle Zukunft" bevor. Als zweitgrößte Weltwirtschaft und "ein Haupttreiber des globalen Wachstums" sei sich China seiner Verantwortung bewusst.

Wien (APA/Reuters) - Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV will trotz des Ausstiegs der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran vorerst nicht von seinen Plänen in dem Land abrücken. "Unser Vorhaben im Iran ist nicht zum Stillstand gekommen, sondern läuft weiter", sagte OMV-Vorstandsmitglied Johann Pleininger am Dienstag auf der Aktionärsversammlung.
 

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OMV will Iran-Pläne vorerst nicht abblasen

Berlin (APA/Reuters) - Nach der Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit hat EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen die US-Regierung aufgefordert, die Europäische Union (EU) dauerhaft von Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium auszunehmen. "Wir können nichts anderes akzeptieren als die dauerhafte Ausnahme", sagte Katainen am Dienstag in Berlin.
 

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EU-Kommissionsvize pocht auf dauerhafte Ausnahme von US-Strafzöllen

Istanbul (APA/AFP) - Die türkische Lira ist auf ein neues Rekordtief gefallen, nachdem die US-Ratingagentur Fitch sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank geäußert hat. Die türkische Währung verlor allein am Dienstag 1,3 Prozent ihres Werts gegenüber dem Dollar und notierte vorübergehend bei 4,66 Lira zum Dollar.
 

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Türkische Lira setzt Talfahrt ungebremst fort