Kontrastprogramm zu Trump: Xi machte sich für Freihandel stark

Danang (APA/dpa) - Der chinesische Präsident Xi Jinping hat sich auf dem Asien-Pazifik-Gipfel in Vietnam für weitere multilaterale Freihandelsabkommen stark gemacht. In einer Grundsatzrede warb Xi für ein "globales Netzwerk von Freihandelszonen".

Zugleich versprach er, auch weniger entwickelte Nationen von Chinas Wirtschaftswachstum profitieren zu lassen. Die Rede - unmittelbar nach einem Auftritt von US-Präsident Donald Trump - wurde immer wieder von Applaus unterbrochen.

Xis Aussagen in dem vietnamesischen Küstenort Danang standen in starkem Kontrast zu den Ausführungen des US-Präsidenten, der kurz zuvor seine "Amerika Zuerst"-Politik sowie den Ausstieg aus dem ausgehandelten pazifischen Freihandelsabkommen TTP verteidigt hatte. Der chinesische Staatschef bezeichnete die Globalisierung als "unumkehrbaren historischen Trend". Die globalen Wachstumsgewinne müssten aber "offener, inklusiver und ausgeglichener" verteilt werden. China sei dazu bereit.

"Wir sollten den Multilateralismus hochhalten, durch Zusammenarbeit und enge Partnerschaft", sagte Xi auf dem Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC). Mit offenen Wirtschaften könnten alle vom Wachstum profitieren, während Abschottung andere zurücklasse. Wenn dies gelinge, stehe dem asiatisch-pazifischen Raum eine "helle Zukunft" bevor. Als zweitgrößte Weltwirtschaft und "ein Haupttreiber des globalen Wachstums" sei sich China seiner Verantwortung bewusst.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

Newsticker

Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

Newsticker

Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

Newsticker

Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne