Konsumlaune der US-Verbraucher gibt unerwartet nach

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im März überraschend eingetrübt. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel um 1,7 auf 90,0 Punkte, wie eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der Universität von Michigan ergab. Das ist der schlechteste Wert seit einem halben Jahr. Ökonomen hatten dagegen mit einem Anstieg auf 92,2 Zähler gerechnet.

Die US-Konjunktur hängt stark von den Verbrauchern ab: Der private Konsum steht für rund 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der weltgrößten Volkswirtschaft. Das schwächere Konsumklima signalisiert deshalb einen kraftlosen Aufschwung. "Die Konjunktursorgen dürften nicht kleiner werden", sagte Helaba-Experte Ulrich Wortberg.
Nach den weltweiten Erschütterungen an den Finanzmärkten will die US-Notenbank Fed die Zinszügel vorerst nur behutsam straffen. Die Währungshüter signalisierten am Mittwoch, dass sie nach der historischen Zinswende vom Dezember im laufenden Jahr nur noch zwei Mal nachlegen wollen. Noch Ende 2015 hatten sie doppelt so viele Schritte auf dem Zettel.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

Newsticker

EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

Newsticker

Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

Newsticker

"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden