Konkursverfahren über Vermögen der Wienwert AG eröffnet

Wien (APA) - Am Handelsgericht Wien ist nach der Insolvenz der WW Holding AG auch über das Vermögen ihrer Tochtergesellschaft Wienwert AG ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das teilte der Gläubigerschutzverband KSV1870 am Freitagnachmittag mit.

Das insolvente Unternehmen hat zwei Anleihen mit jeweils einem maximalen Emissionsvolumen von 5 Mio. Euro emittiert. Die Zahl der betroffenen Gläubiger ist derzeit noch unbekannt. In welchem Ausmaß die beiden Anleihen tatsächlich gezeichnet wurden bzw. platziert werden konnten, ist derzeit ebenfalls noch nicht abschließend beurteilbar, so die Gläubigerschützer weiter. Im Unternehmen sind derzeit 3 Dienstnehmer beschäftigt.

Zu den Insolvenzursachen heißt es, dass der im Verfahren der Muttergesellschaft angestrebte Verkauf nicht umgesetzt werden konnte. Es lag kein verbindliches Angebot seitens eines Interessenten vor. Zu den Schulden hat die Gesellschaft selbst in ihrem Antrag keine Angaben getätigt.

Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Norbert Abel bestellt. Die Frist zur Anmeldung der Gläubigerforderungen wurde mit 22. Mai festgesetzt. Eine erste Gläubigerversammlung findet am 10. April am Handelsgericht Wien statt. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung wurde für den 5. Juni anberaumt.

Eine weitere - kleine - Tochtergesellschaft der WW Holding, über deren Vermögen heute ebenfalls ein Konkursverfahren eröffnet wurde, hat laut KSV ebenfalls zwei Anleihen mit einem Emissionsvolumen von jeweils maximal 3 Mio. Euro emittiert. Auch hier ist bisher nicht bekannt, in welchem Ausmaß die Anleihen gezeichnet wurden.

In beiden Verfahren wurden Kuratoren für die Anleihegläubiger bestellt. Die einzelnen Anleihegläubiger brauchen somit nicht selbst ihre Forderungen zum Insolvenzverfahren anmelden. Diese Schritte werden die Kuratoren für sämtliche betroffene Anleihezeichner vornehmen. Der Kurator hat die Interessen der Anleihegläubiger wahrzunehmen.

Der KSV1870 geht davon aus, dass in den nächsten Tagen über weitere Konzerngesellschaften der Wienwert-Gruppe Insolvenzverfahren eröffnet werden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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