Konflikt zwischen Gazprom und Naftogaz: Russland beruhigte die EU

Moskau (APA) - Nach der Ankündigung des russischen Gazprom-Konzerns, eine Auflösung seines Vertrags mit Naftogaz Ukrajina anzustreben, hat Russlands Energieminister Aleksandr Nowak am Samstag negative Auswirkungen für Gazprom-Kunden in der EU gegenüber dem für Energiefragen zuständigen EU-Kommissar Maros Sefcovic ausgeschlossen. Dies folgt aus einer Pressemitteilung des russischen Energieministeriums.

Minister Nowak habe in einem Telefongespräch mit Sefcovic versichert, der Transit von Gas aus Russland nach Europa nicht bedroht sei und gleich zuverlässig wie auch in der Vergangenheit bleiben werde. "Bis zur Auflösung des Vertrags zwischen Gazprom und Naftogaz auf gerichtlichem Weg gibt es keinerlei Bedrohung für den Transit durch die Ukraine", unterstrich Nowak laut der am Samstagabend verbreiteten Pressemitteilung seines Ministeriums.

Sefcovic habe zuvor seinen russischen Gesprächspartner über die aktuelle Besorgnis der Ukraine informiert, hieß es in der Mitteilung. Der russische Minister und der EU-Kommissar seien jedenfalls übereingekommen, eng weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Als Reaktion auf die Entscheidung des internationalen Schiedsgerichts in Stockholm, das zugunsten des ukrainischen Gaskonzern Naftogaz geurteilt hatte, hatte Gazprom-Chef Aleksej Miller am Freitag angekündigt, eine Auflösung des bis 2019 laufenden Liefer- und Transitvertrags zwischen Gazprom und Naftogaz vor dem Schiedsgericht einzuleiten. "Wir sind kategorisch dagegen, dass auf unsere Kosten ökonomische Probleme der Ukraine gelöst werden. In dieser Situation wäre die Fortsetzung der Verträge für Gazprom wirtschaftlich nicht zweckmäßig und zu unserem Nachteil", hatte Miller vor Journalisten in St. Petersburg erklärt.

Die Stockholmer Schiedsrichter hatten zuvor Gazprom zu einer Zahlung von umgerechnet mehr als 2 Mrd. Euro an den ukrainischen Konzern Naftogaz und die Ukraine zum Ankauf von mindestens fünf Milliarden Kubikmeter russischen Erdgases im Jahr 2018 verpflichtet. Gazprom lehnte am Donnerstag die Lieferung von Erdgas an Naftogaz ab und sorgte damit für einen merklichen Engpass in der Ukraine, der unter durch kurzfristige Lieferungen aus Polen sowie und durch drastische Energiemaßnahmen überwunden werden sollte. "Die kritische Situation, die durch den Versuch von Russland und Gazprom entstanden ist, ihre vertraglichen Verpflichtungen bei Gaslieferungen in die Ukraine nicht einzuhalten, ist bereits überwunden", beruhigte jedoch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko noch am Samstag die Öffentlichkeit seines Landes.

Göteborg/Hannover (APA/dpa) - Der schwedische Lastwagenbauer Volvo will mittelschwere Transporter zunehmend auch mit Elektroantrieb anbieten. Ab dem Jahresende könnten zunächst ausgewählte Kunden den neuen E-Lkw der Marke mit einer Nutzlast bis zu 20 Tonnen und einer Reichweite bis zu 300 Kilometern testen, kündigte Produktionschef Jonas Odermalm am Mittwoch an.
 

Newsticker

Lastwagenbauer Volvo setzt zunehmend auf E-Trucks

Wien (APA) - Die Bundesregierung will mehr Menschen in Beschäftigung bringen und hat dazu für heute zu einem Job-Gipfel geladen, erklärte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) nach dem Ministerrat. Zwar herrsche derzeit Hochkonjunktur, gleichzeitig seien die Betriebe aber auf der Suche nach Fachkräften. Die Mittel für Integration in ihrem Ressort werden von 10 auf 20 Mio. Euro aufgestockt.
 

Newsticker

Job-Gipfel - Schramböck will mehr Menschen in Beschäftigung bringen

Tuzla/Sarajevo (APA) - Ein chinesisches Baukonsortium, das 2014 den Zuschlag für den Bau eines neuen 450-Megawatt-Blocks des Kohlekraftwerkes in Tuzla im Wert von 1,5 Mrd. Konvertible Mark (761,61 Mio. Euro) erhielt, zieht sich aus dem Projekt zurück. Das berichtete am Mittwoch das Internetportal "Klix.ba" unter Berufung auf das Konsortium von Gezhouba Group (CGGC) und Guangdong Electric Power Design Institute (GEDI).
 

Newsticker

Chinesisches Konsortium steigt aus bosnischem Mega-Bauprojekt aus