Kommunalkredit Austria nach Privatisierung mit hohen Kapitalquoten

Nach ihrer Privatisierung im Herbst hat die Kommunalkredit Austria AG (KA) ihre erste Bilanz vorgelegt, der eine hohe Kernkapitalquote von über 25 Prozent und eine Eigenmittelquote von 34 Prozent ausweist. Das von Alois Steinbichler geleitete Institut finanziert Infrastruktur (Verkehr, Energie/Umwelt, Soziales) und sieht sich als Bindeglied zwischen Projektanten und institutionellen Financiers.

Der IFRS-Jahresabschluss für den Zeitraum 26.9. bis 31.12.2015 - die Phase nach dem Verkauf der KA an ein ausländisches Käuferkonsortium durch die Fimbag - weist 5,6 Mio. Euro Nettogewinn aus. Dieser resultiert aus 9,3 Mio. Euro Nettozinserträgen sowie einem Handels- und Bewertungsergebnis von 1,7 Mio. Euro bei zugleich 12,7 Mio. Euro Verwaltungsaufwand. Die Eigenkapitalrendite (ROE) beträgt 8,8 Prozent, wie die KA am Freitag mitteilte.
Laut UGB/BWG musste auch über das gesamte Geschäftsjahr Jänner bis Dezember 2015 berichtet werden - und da hat die KA nach Steuern ein Jahresergebnis von 18,3 Mio. Euro erzielt, nach einer 15-Mio.-Euro-Vorsorge für den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 57 Abs. 3 BWG. Bei 42,3 Mio. Euro Nettozinsergebnis und 55,6 Mio. Euro Gesamtbetriebserträgen resultierte nach 31,9 Mio. Betriebsaufwendungen ein Betriebsergebnis von 23,7 Mio. Euro. Der ROE nach UGB beträgt damit 10,2 Prozent, der HV wird für 2015 die Zahlung von 8 Mio. Euro Dividende vorgeschlagen.
Per 31.12. wies die KA, die "Good Bank" der früheren Problemgruppe, eine Konzernbilanzsumme von 4,2 Mrd. Euro auf - darin enthalten sind u.a. 1,9 Mrd. Euro Forderungen gegenüber Kunden sowie Vermögenswerte (Darlehen) zu einem Fair Value von 0,7 Mrd. Euro. Die KA verfüge über eine solide Kapitalausstattung: mit Eigenmitteln per 31.12. von 259,9 Mio. Euro und einem harten Kernkapital (Common Equity Tier 1) von 194,9 Mio. Euro. Bei 761,8 Mio. Euro risikogewichteten Aktiva ergeben sich 25,6 Prozent hartes Kernkapital und 34,1 Prozent Gesamtkapitalquote, so die KA.
Nach der Notverstaatlichung 2008 war die alte Kommunalkreditgruppe zerschlagen und in eine "Good Bank" - die jetzige Kommunalkredit Austria (KA) - und eine "Bad Bank" (KA Finanz) zerteilt worden. Erste Verkaufsbemühungen für den "guten" Teil im Jahr 2013 scheiterten wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen. Im September 2015 ging dann der recht komplexe Deal über die Bühne. Mit 28.9. verkaufte die Bundes-Bankenholding Fimbag ihre 99,78 Prozent an der "KA Neu" für 142 Mio. Euro (inkl. Zinsen) an ein Konsortium der Gesona Beteiligungsverwaltung GmbH, der Rest von 0,22 Prozent blieb beim Gemeindebund. Im Käuferkonsortium sind die englische Interritus Ltd und die irische Trinity Investments Ltd drinnen. Die Eigentümer würden die strategischen Ziele der KA im Infrastrukturbereich und im Förderungsmanagement unterstützen und den Ausbau des Bankbetriebes planen, hieß es am Freitag in der KA-Aussendung.

Wien/Bochum (APA) - Buwog-Chef Daniel Riedl widerspricht dem Vorwurf, die Bundeswohnungen seien 2004 von der damaligen Bundesregierung zu billig verkauft worden. Zur in diesen 14 Jahren eingetretenen Wertsteigerung von 588 Mio. auf 3,2 Mrd. Euro, soviel bietet die deutsche Vonovia, sagte Riedl am Freitag im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radios: "Ich bin persönlich stolz drauf."
 

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Buwog-Chef Riedl verteidigt kräftige Wertsteigerung des Unternehmens

Wien (APA) - Bei der insolventen Wienwert-Holding hat am Freitag die erste Gläubigerversammlung stattgefunden. Laut Bericht des Masseverwalters Norbert Abel beträgt das liquide Vermögen derzeit gerade einmal 40.000 Euro, berichtete Anlegeranwalt Lukas Aigner am Nachmittag. Die Anleihen seien aus Sicht des Masseverwalters faktisch nicht besichert.
 

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Wienwert-Masseverwalter: 40.000 Euro Vermögen, Bonds nicht besichert

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi hat nach einem Gewinnsprung 2017 einen klaren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gescheut. Das sorgte an der Börse für Enttäuschung: Vivendi-Aktien brachen am Freitag zeitweise um knapp neun Prozent ein und waren größter Verlierer im Parise Auswahlindex CAC 40.
 

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Medienkonzern Vivendi lässt Anleger über 2018 im Dunkeln: Aktie fällt