Köche-Mangel - Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen

Wien (APA) - Viele Hoteliers suchen händeringend Personal - vor allem in den westlichen Bundesländern Tirol und Salzburg. Die Wirtschaftskammer kämpft um die Aufnahme von Köchen und Restaurantfachkräften in die Mangelberufsliste des Sozialministeriums. Die Gewerkschaft kontert: Statt zu jammern, sollte die Tourismusbranche lieber die Arbeitsbedingungen verbessern.

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) sträubt sich gegen Köche und Servierpersonal in der sogenannte Mangelliste, denn dann dürfen die Arbeitgeber offene Stellen mit Bewerbern aus Nicht-EU-Ländern besetzen. Für die Wirtschaftskammer ist der Standpunkt der Arbeitnehmervertreter "rein parteipolitisch motiviert" und "unverständlich".

"Anstatt für selbstgemachte Probleme zu versuchen, ständig die Gewerkschaft schuldig werden zu lassen, empfehle ich der Bundessparte Tourismus, ihre Hausaufgaben zu machen", teilte der Leiter des Bereichs Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik im ÖGB, Alexander Prischl, am Freitag in einer Aussendung mit.

Die Mangelberufsliste werde nach gesetzlichen Vorgaben und sozialpartnerschaftlich vereinbarten Kriterien erstellt. "Berufe auf Zuruf auf die Liste zu nehmen, kommt aber nicht infrage", so Prischl. Ende September seien für gelernte Berufe wie zum Beispiel Köchinnen und Köche für fast 7.500 vorgemerkte Arbeitssuchende 2.144 offene Stellen gemeldet gewesen.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder